Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Bad Schwartau Vergnügliches Fest für einen guten Zweck
Lokales Bad Schwartau Vergnügliches Fest für einen guten Zweck
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:19 01.07.2017
Kita-Kinder sorgten für den Begrüßungsgesang gestern beim Gemeindefest der Kirche. Pastor Hans Kilian stellte den Besuchern die Mitglieder der Delegation aus der indischen Partnergemeinde vor. Schließlich stellte sich jeder Inder noch einmal namentlich und mit seiner Funktion vor, was für jeden Einzelnen mit viel Applaus vom Publikum bedacht wurde. Quelle: Fotos: Doreen Dankert
Stockelsdorf

Wirklich sommerlich war es nicht gestern, aber trotzdem hat der Regen es nicht geschafft, den Plan vom Gemeindefest der Kirchengemeinde zu durchkreuzen. „Uns kann nichts umhauen“, sagte Pastorin Brigitte Mehl zur Begrüßung in der Kirche, „wir stellen mal wieder unsere Flexibilität unter Beweis.“ Seit dem frühen Morgen wurden nämlich fast alle geplanten Aktivitäten in überdachte Räumlichkeiten verlagert. Draußen wurden zudem Zelte aufgebaut, so dass unter anderem am Stand vom Posaunenchor nicht nur die Instrumente, sondern auch die Gäste geschützt waren.

Mit dem Erlös vom gestrigen Gemeindefest wird die Partnergemeinde in Indien unterstützt.

Und so folgten einige hundert Besucher im Laufe des Nachmittags der Einladung zum Gemeindefest. Weit hörbar kündete Glockengeläut vom Start des Festes. Das Gotteshaus selbst war da schon gut gefüllt.

Und irgendwie war dieses Gemeindefest auch international. Mit dabei war nämlich die Delegation der indischen Partnergemeinde aus Majhigudam, einer Randgemeinde im Bundesstaat Orissa 1000 Kilometer südwestlich von Kalkutta. Diese evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Fernost hat rund 7000 Mitglieder. „Missionare aus Schleswig-Holstein sind einst mit Segelschiffen nach Indien gereist“, erklärte Pastor Hans Kilian. Direkt an der Küste hätten die Missionare seinerzeit aber keinen Erfolg gehabt, bei den Naturvölkern in den Bergen hingegen schon. Die Entstehung der Kirchengemeinde Majhigudam wurzelt demnach in der Missionsarbeit von hiesigen Geistlichen von vor etwa 200 Jahren.

Dass es überhaupt Christen in Indien gibt, „das ist schon was Außergewöhnliches“, erklärt Kilian, der selbst für ein paar Monate in Indien war „denn Indien ist ganz weit weg davon, dass alle Menschen vor Gott gleich sind.“ Und nicht zuletzt deshalb wird die Partnergemeinde auch durch das Gemeindefest unterstützt. Der gesamte Erlös aus den Verkäufen von Kaffee, Kuchen und Gegrilltem geht nämlich nach Indien. Konkret soll damit der Kirchen-Bau, der bereits läuft, unterstützt werden.

Für ganz besonders viel Umsatz hat das große Kuchenbuffet gesorgt. Rund 40 selbstgebackene Kuchen und Torten haben Mitglieder der Kirchengemeinde gespendet – und der Andrang war groß.

Ausprobieren – das war die Devise am Stand vom Posaunenchor. Der zehnjährige Maximilian wollte es wissen: „Das Pusten ist eigentlich nicht so schwer, aber das mit den Tönen hinzukriegen, dagegen schon.“

Und weil dieses Jahr das Luther-Jubiläumsjahr ist, spielte auch die Luther-Rose eine Rolle. Am Stand der Kita Arche Noah konnte, wer wollte, sich ein „Herz aus der Luther-Rose“ basteln.

Indische Predigt heute

Beim Gottesdienst heute um 10 Uhr in der Stockelsdorfer Kirche wird die Predigt vom Pastor der indischen Delegation der Partnergemeinde gehalten. Allein das Überwinden der sprachlichen Barriere wird für die Kirchenbesucher ein Erlebnis. Die Predigt wird der indische Pastor auf Oriya halten. Oriya wird dann zunächst ins Englische übersetzt und von der englischen Sprache dann in die deutsche Sprache.

Doreen Dankert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Claus Seifert erzählt morgen Historisches in der Asklepios Klinik.

01.07.2017

Im März wird die Leitung des Hauses vakant – Neubesetzung nicht sicher.

01.07.2017

Die Sankt Pauli-Rallye führte gestern über 40 Golfer in den Golfclub Curau und acht weitere Clubs. Grau und verregnet. Von morgens bis abends, echtes Hamburger Schietwetter.

01.07.2017
Anzeige