Bad Schwartau - Viel Anerkennung für das Koki – LN - Lübecker Nachrichten
Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Bad Schwartau Viel Anerkennung für das Koki
Lokales Bad Schwartau Viel Anerkennung für das Koki
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:32 25.10.2016
Filmfreunde und Förderer haben ihre Freude an Musikfilmen im Programm des Kommunalen Kinos Bad Schwartau: Jörn Krause, Dieter Herold, Hans-Eckhard Tribess und Michael Schopenhauer (von links). Quelle: S. Prey

Heute in einer Woche werden die Nordischen Filmtage in Lübeck eröffnet. Für die künstlerische Leiterin Linde Fröhlich gibt es also jede Menge zu tun. Doch am morgigen Donnerstag, 27. Oktober, nimmt sich Fröhlich die Zeit für die Filmfans in Bad Schwartau. Auf Einladung des Kommunalen Kinos (Koki) Bad Schwartau wird sie im Vorfeld der Vorführung „Kill Billy“ (20.30 Uhr, siehe Beistück) im Kino Movie Star persönlich einen Ausblick auf die Filmtage geben. „Dass Frau Fröhlich trotz ihrer hohen Arbeitslast knapp eine Woche vor Eröffnung der Filmtage zugesagt hat, zu uns zu kommen, dafür sind wir dankbar“, sagt Jörn Krause vom Kommunalen Kino nicht ganz ohne Stolz. Schließlich ist der Besuch von Linde Fröhlich auch eine Art Bestätigung für die Arbeit des hiesigen Koki-Teams.

Morgen berichtet Linde Fröhlich über die Nordischen Filmtage – Rotary Club unterstützt das Programm.

Die gab es gestern auch vom Rotary Club Lübecker Bucht aus Timmendorfer Strand. Dr. Hans-Eckhard Tribess und Dieter Herold überreichten an den Koki-Vorstand Jörn Krause und Michael Schopenhauer eine Spende in Höhe von 500 Euro. „Die finanzielle Unterstützung von Kino ist nicht der erste Zweck unseres Clubs, aber das Koki leistet besonders wichtige Arbeit“, so Tribess. Das Koki sorge dafür, dass Musikfilme gezeigt werden, die sonst wohl nicht gelaufen wären. Dabei gehe es meist auch nicht nur um Musik. „Der Hintergrund ist oftmals hochbrisant“, so Tribess und erinnerte an den zuletzt gezeigten Film „Kinshasa Symphony“, den das Koki im ausverkauften Kinosaal des Movie Star zeigte. Der beeindruckende Dokumentarfilm aus dem Jahre 2010 begleitet ein kongolesisches Symphonie-Orchester mit zum Teil selbstgebauten Instrumenten bei der Einstudierung und Aufführung der 9. Symphonie von Beethoven. Zwischen dem Rotary Club Lübecker Bucht und dem hiesigen Koki bestehen bereits langjährige Beziehungen. Mehrmals hat der Rotary Club schon Patenschaften für Musikfilme übernommen – unter anderem für „Pianomania“, „Die Zauberflöte“ und „Touch the Sound“. „Ohne den Rotary Club würde es wahrscheinlich auch keine Musikfilmreihe in unserem Programm geben“, schätzt Schopenhauer.

Ob seines besonderen Programms gehörte das Koki bereits im Sommer zu den Preisträgern des Schleswig-Holsteinischen Kinopreises und wurden dafür mit 1000 Euro bedacht. Der Preis wurde von der Ministerin für Justiz, Kultur und Europa, Anke Sporendonk, überreicht. Der Koki-Vorstand beabsichtigt die Rotary-Spende und das Preisgeld nun für die Finanzierung eines neuen Filmseminars einzusetzen. Krause: „Mit den Geldern sollten wir wieder ein Seminar anbieten können. Aufgabe des Kokis ist nicht nur die Präsentation künstlerisch wertvoller Filme, sondern auch die Förderung des allgemeinen Filmverständnisses und die Vermittlung von Kenntnissen der Filmkunst und -wissenschaft.“ Die neue Seminarreihe soll im Frühjahr 2017 beginnen. Dr. Eckhard Pabst, Medienwissenschaftler an der Christian-Albrechts-Universität Kiel, wird erneut zu einem Seminar mit vielen Filmbeispielen und Filmanalysen nach Bad Schwartau kommen. Der Titel wird „Neue Wellen im europäischen Kino“ sein.

„Kill Billy“– Ikea verdrängt plüschige Sofas

Am morgigen Donnerstag, 27. Oktober, zeigt das Kommunale Kino (Koki) Bad Schwartau im Vorfeld zu den Nordischen Filmtagen mit „Kill Billy“ einen skandinavischen Film. Der norwegische Spielfilm wird ab 20.30 Uhr im Movie Star am Eutiner Ring gezeigt.

„Der Film ist keine Wiederbelebung überwundener Gegensätze zwischen der Stadt Bad Schwartau und dem IKEA-Living-Center in Dänischburg“, sagt Jörn Krause. In dem Spielfilm „Kill Billy“ (Originaltitel „Her er Harold“) von Gunnar Vikene geht es um den kleinen norwegischen Möbelhändler Harold, der in schwieriges wirtschaftliches Fahrwasser gerät. Für seine plüschigen Sofas und handgemachten Stühle findet er nämlich keine Käufer mehr. Grund: Gegenüber seinem beschaulichen Laden hat sich ein IKEA-Möbelmarkt niedergelassen. Die Pleite scheint unvermeidlich. Er packt seine Koffer, fährt nach Schweden und entführt den IKEA-Gründer Ingvar Kamprad. Krause: „Der Regisseur bezieht keine antikapitalistische Position in einem gesetzeskonformen Konkurrenzkampf. Sein Thema ist die Hilflosigkeit eines Einzelnen gegenüber einem übermächtigen Gegner. Er schildert die Lage mit viel szenischem Witz.“

Der Eintrittspreis beträgt 5,50 Euro, Koki-Mitglieder zahlen 4,50 Euro.

Sebastian Prey

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Manfred Krellenberg (52) hat eine besondere Holzkiste vor dem Sperrmüll bewahrt – Das „gute Stück“ wurde einst für Konfitüregläser und Panzerminen genutzt.

25.10.2016

Sportlerinnen des VfL Bad Schwartau belegten vordere Plätze in Flensburg.

25.10.2016

Frauke Borchers war in Portugal unterwegs. Von ihren Eindrücken und Erlebnissen berichtet sie am Freitag, 28. Oktober, um 19.30 Uhr in der Asklepios Klinik am Kurpark, Haus 3 (Raum Kiel).

25.10.2016
Anzeige