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Bad Schwartau Viel Arbeit für den nächsten Bürgermeister in Cleverbrück
Lokales Bad Schwartau Viel Arbeit für den nächsten Bürgermeister in Cleverbrück
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19:12 14.04.2016
Gut besucht: Rund 150 Zuhörer beteiligten sich an der Podiumsdiskussion in Cleverbrück. Quelle: Fotos: Sebastian Prey

Die Menschen in Cleverbrück fühlen sich im Stich gelassen. Die Grundschule ist zu klein, die Ausstattung mangelhaft, der Schulhof öde, die Kinderbetreuung mager, die Spielplätze schlecht, die Verkehrsführung gefährlich, die Busanbindung an die Neubaugebiete verbesserungswürdig und die Beteiligung der Bürger vor politischen Entscheidungen, wie die Nachverdichtung der Schmiedekoppel, ist bescheiden.

„Ich wünsche mir ein besseres Netzwerken und mehr Bürgerbeteiligung.“ Judit Beck (39)
„Warum hat eine reiche Stadt wie Bad Schwartau so schlechte Schulen?“ Jakob Hauschild (44)
„Ich wünsche mir ein besseres Netzwerken und mehr Bürgerbeteiligung.“ Judit Beck (39)
„Warum hat eine reiche Stadt wie Bad Schwartau so schlechte Schulen?“ Jakob Hauschild (44)

Nächste Diskussion am GaM

Am kommenden Dienstag, 19. April, findet die nächste öffentliche Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl statt. In der Zeit von 17 bis zirka 19

Uhr wird im Forum des Gymnasiums am Mühlenberg (Ludwig-Jahn-Straße) mit den fünf Kandidaten diskutiert. Der Talk mit Schülern, Eltern, Lehrern und Gästen wird von NDR-Moderator Christian Schewe moderiert.

Mit diesem Strauß an Problemen sind jetzt die Kandidaten zur Bürgermeisterwahl (Sonntag, 24. April) bei einer Podiumsdiskussion in der Turnhalle der Grundschule Cleverbrück konfrontiert worden. Rund 150 Bewohner waren gekommen, um den parteilosen Kandidaten der SPD, Dr. Uwe Brinkmann, Ellen Brümmer (CDU), Steffen Dannenberg (WBS) und Michael Neese (unabhängiger Kandidat) zu hören. Der ebenfalls parteilose Bewerber Gerd Radisch musste aus beruflichen Gründen passen.

Moderator Dr. Gero Flatau machte von Anfang an allen klar, worum sich alles an diesem Abend drehen sollte. „Wir reden heute nicht über die großen Themen Schwartauer Werke, Umbau der Markttwiete oder den Bahnübergang in Kaltenhof. Heute geht es allein um den Stadtteil Cleverbrück und insbesondere um Kinder und Jugendliche“, begrüßte Flatau die Anwesenden. Für die Kandidaten auf dem Podium kein leichtes Unterfangen. Insbesondere Ellen Brümmer, die als CDU-Fraktionschefin die Politik in der Stadt seit Jahren mitbestimmt, musste sich einiges anhören. „Wie kann es angehen, dass eine so reiche Stadt wie Bad Schwartau seine Kinder in Bruchbuden unterrichten lässt?“, fragte Jakob Hauschild. Der 44-Jährige, der 2009 für sein Grundstück im Neubaugebiet viel Geld bezahlt hat, wollte zudem wissen, warum die Einnahmen nicht für eine bessere Infrastruktur genutzt werden. Ellen Brümmer räumte Handlungsbedarf in Cleverbrück ein, allerdings sei auch schon einiges auf den Weg gebracht worden — insbesondere bei der Kinderbetreuung habe man in der Vergangenheit schon viel geleistet. Aus Sicht von Neese seien diese Aktivitäten viel zu wenig gewesen. „Die Politik aller Parteien hat in den letzten 20 Jahren bei diesem Thema nichts gemacht“, so Neese. Laut Dannenberg sei sehr wohl etwas passiert. „Es gibt aber Probleme bei der Priorisierung und der Koordinierung von Projekten im Rathaus“, so der WBS-Mann. Das sieht Brinkmann ähnlich: „Es gibt in Bad Schwartau kein Ideen-Defizit, sondern ein Umsetzungs-Defizit.“

Judit Beck kritisierte, dass die Wünsche der Bewohner zu wenig berücksichtigt werden. „Bürgerbeteiligung sieht anders aus“, so die 39-Jährige. Alle Kandidaten bekundeten, dass sie die Beteiligung noch intensivieren wollen. Brümmer regte Stadtteilkonferenzen an. „Der heutige Abend könnte doch schon der Anfang sein.“

Zweieinhalb Stunden wurde munter diskutiert. „Für den nächsten Bürgermeister gibt es ein Bündel an Aufgaben“, sagte Moderator Flatau, der sich als Schulelternbeiratsvorsitzender vor allen Dingen über das klare Bekenntnis aller Kandidaten zur Erweiterung der Grundschule Cleverbrück freute.

Von Sebastian Prey

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