Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Bad Schwartau Vom Rapsacker zum 18-Loch-Platz
Lokales Bad Schwartau Vom Rapsacker zum 18-Loch-Platz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:21 11.09.2013
Der Vorstand vom GCC: Schatzmeister Johannes Wiethüchter (v. l.), Spielführerin Petra Misselhorn, Schriftführerin Bianka Prüße-Schmidt, Präsident Gerhard Sentker, Vizepräsident Wilmar von Wentzky und Beisitzer Thomas Misselhorn. Auf dem Foto fehlt Jugendwart Hartmut Kühn. Quelle: Fotos: Doreen Dankert

Am Anfang stand eine Vision. Die Vision von einem Golfplatz, einem richtigen Golfplatz vor den Toren Lübecks. Ziemlich genau auf den Tag 15 Jahre ist es jetzt her, dass sich seinerzeit ein paar „Verrückte“ um Gerhard Sentker zusammenfanden, um als die „Glorreichen Sieben“ in die Annalen des Golfclub Curau (GCC) einzugehen. Denn mindestens sieben Bürger sind notwendig, um einen Verein nach allen juristischen Regeln aus der Taufe zu heben. „Tja“, erinnert sich Gerhard Sentker schmunzelnd, „damals haben wir gerade so die sieben Leute für die Vereinsgründung zusammengekriegt.“ Das war also schon eine knappe Sache, damals am Anfang. „Und so richtig Golf spielen konnte von denen damals auch keiner“, fügt Sentker hinzu. Insofern ernteten die Sieben der ersten Stunde reihenweise Kopfschütteln. Denn schließlich gab es in der Region mit Timmendorfer Strand, Travemünde, Bad Segeberg, Grömitz oder Brodau bei Neustadt schon einige Möglichkeiten, Golf zu spielen. „In der Tat gab es damals schon in der Umgebung sechs bis acht Golfplätze, die bereits etabliert waren“, sagt Vizepräsident Wilmar von Wentzky. Und nun die Vision von noch einem Golfplatz! Ein Golfplatz „für jedermann in familiärer Atmosphäre“, so steht es in der Leitidee. Ein Golfplatz, der dann auch noch voll ökologisch betrieben werden soll. Konnte das klappen?

Ohne Geld?

15 Jahre nach der Vereinsgründung, als es am Malkendorfer Weg in Curau lediglich die Übungsanlage einer privaten Golfschule mit Range, zwei Grüns zum Pitchen und Putten und ansonsten nur riesige Rapsfelder gab so weit das Auge reicht, schüttelt schon lange keiner mehr den Kopf. Und auch die Unkenrufe der Zweifler, Nörgler und Miesepeter sind schon vor sehr, sehr langer Zeit verhallt. Als „Bauernverein“ und „Gummistiefelclub“ wurde der GCC einst von den Etablierten bezeichnet. Denn aus den „Glorreichen Sieben“, die inzwischen übrigens alle Golf spielen können, sind bis dato mittlerweile 800 Mitglieder aller Altersstufen geworden. Und es kommt durchaus häufiger mal vor, dass Curauer Golfer in Timmendorfer Strand oder anderswo auf fremdem Terrain antreten und den Turniersieg erspielen.

„Wir haben uns damals gesagt“, so Gerhard Sentker, „wir machen das einfach.“ Außer der Vision brauchten die Gründungsmitglieder damals noch ein bisschen Mut zum Risiko. 5000 Mark hat damals jeder der Glorreichen Sieben als Umlage eingezahlt. „Das war unsere finanzielle Basis, mehr hatten wir nicht“, so Sentker, „was wir an Maschinen brauchten, haben wir uns so zusammengebettelt.“ Im Frühjahr 1999, ein halbes Jahr nach Gründung des GCC, wird der Sechs-Loch-Kurzplatz der Golfschule, den der Verein vor ein paar Jahren gekauft hat, fertig. Zur selben Zeit werden die ersten drei langen Bahnen für den Großplatz angelegt, schon im Herbst 1999 konnten diese bespielt werden. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Verein bereits 40 Mitglieder. Das war die Zeit, als der Club-Präsident höchstpersönlich jeden Morgen bei Tagesanbruch auf dem Rasenmäher über die drei Bahnen fuhr, um die Fairways und die Grüns zu mähen. Einen Greenkeeper konnte sich der Verein damals noch nicht leisten. Heute ist der GCC mit fünf festangestellte Greenkeepern sowie mehreren Büro- und Reinigungskräften zu einem interessanten Arbeitgeber geworden.

Der Platz ist gewachsen — zunächst auf neun Loch, 2010 dann auf 18 Loch nach internationalem Standard. Die Platzerweiterung auf 18 Loch im Sommer 2010 hat einen wahren Mitgliederboom in Curau ausgelöst. „Die Platzerweiterung hat einen richtigen Schub in der Clubentwicklung gebracht“, weiß Sentker. Allein seit 2010 ist hier die Zahl der Mitglieder um 300 gestiegen. Das sei die stärkste Entwicklung von allen Golfclubs in Schleswig-Holstein, weiß Wilmar von Wentzky.

Jedes Jahr Ende August/Anfang September stehen die Clubmeisterschaften auf dem Plan, der Höhepunkt jeder Golfsaison. Zwei Tage lang wird gegolft ohne Ende — egal, wie das Wetter ist. Dann kommt die Stunde der Wahrheit, denn jeder Schlag zählt — wirklich jeder, denn es geht um den Meistertitel. Gewonnen haben 2013 die beiden Titelverteidiger — Fabian Heuer bei den Herren und Lena Mardfeldt bei den Damen. Ganz nebenbei unterbot Heuer mit 68 Schlägen in einer Runde sogar seinen eigenen Platzrekord.

Und wo steht der GCC in zehn Jahren? Wilmar von Wentzky prophezeit eine Mitgliederzahl von 1250, „und wir werden weiter Golf als Breitensport für jedermann bieten. Profis zu züchten, ist nicht unser Ziel.“ Und Gerhard Senkter glaubt, „dann könnten wir ein Clubhaus haben und neun Loch mehr.“ Mit seiner Vision lag Sentker schon mal richtig.

Golfen für jedermann
Bezahlbar soll das Golfen für jedermann in Curau sein. Die einmalige Aufnahmegebühr liegt bei 600 Euro pro Person, der monatliche Mitgliedsbeitrag beträgt 66 Euro. Für Jugendliche bis zum 21. Lebensjahr kostet die Mitgliedschaft nur 100 Euro pro Jahr. Der GCC kooperiert vor Ort mit einer Golfschule, die Golfunterricht erteilt. Mehr unter www.golfclub-curau.de
MORGEN BEI UNS
BAD SCHWARTAU

FREIZEIT» Schwimmhalle, Öffnungszeiten 7.00-9.00 und 15.00-19.00 Uhr, Ludwig-Jahn-Straße Holstein Therme, Öffnungszeit 9.00-22.00 Uhr, am Kurpark

Kreativgruppe: 14.00-16.30 Uhr, Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt, Auguststraße 34 a Nähkurs 10.00-12.00 Uhr, bei ella ella im Glockengang, Teilnahme: 20 Euro (Anmeldung erwünscht im Laden oder unter kleinewerkstadt@googlemail.com) VERKAUF» Möbel, Hausrat und Bekleidung: 8.00-16.30 Uhr, Gemeinnützige Beschäftigungsinitiative der Arbeiterwohlfahrt, Rantzauallee 46 SPORT» Sport für Diabetiker: 14.30-15.30 Uhr, Versehrten- und Behinderten-Sportgemeinschaft, Ludwig-Jahn-Halle, Gymnastikraum 2/3 BERATUNG» Kreisgesundheitsamt, Geibelstraße 1a: 10.30-12.00 Uhr, Migrationsberatung des Kreises, Termine auch unter Tel. 2802094 Beratung in Lebenskrisen: 9.00-11.00 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter 0451/ 252 43, für Jugendliche und Erwachsene, Awo, Auguststraße 34 a Sucht-Selbsthilfegruppe für Betroffene und Angehörige, 19.30-21.30 Uhr, Awo, Auguststraße 34a, Leitung: Roman Ziebell, ☎ 01 57/742 16 533

STOCKELSDORF

FREIZEIT» Schießtraining, 20.00 Uhr, Schießstand, Dorfstraße Spiele-Nachmittag für Senioren, 14.30 bis 17.00 Uhr, Gemeindehaus, Ahrensböker Straße 5

Doreen Dankert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Feuerwehrhaus war ziemlich gut gefüllt zur Arfrader Dorfschaftsversammlung. Die Tagesordnung war allerdings recht kurz. Wichtigster Punkt war die Wahl des neuen Dorfvorstandes.

11.09.2013

Saxofonistin Katja Rieckermann (47) steht heute Abend mit Rod Stewart in Hamburg auf der Bühne. Zuvor hat sie ihre alte Heimatstadt Bad Schwartau besucht.

11.09.2013

Keine der drei Gestaltungsvarianten für die Markttwiete hat bislang eine klare Mehrheit auf sich vereinen können. SPD kritisiert das Verfahren und spricht von Bürgertäuschung.

11.09.2013
Anzeige