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Bad Schwartau Vortrag über Indochina: Reise durch Vietnam
Lokales Bad Schwartau Vortrag über Indochina: Reise durch Vietnam
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23:38 24.07.2017
Der Hien-Lam-Pavillion in Hue, die ehemalige Hauptstadt Vietnams. Quelle: Fotos: Hfr
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Bad Schwartau
Axel Simanowski referiert am Montag in der Asklepios Klinik.

Der Begriff Indochina beschreibt im weiteren Sinne die Festlandsgebiete Südostasiens, südlich von China und östlich des indischen Subkontinents. Er wurde erstmals von dem Geographen Conrad Malte-Brun (1775-1826) genutzt. Damit sollte der prägende kulturelle Einfluss Indiens und Chinas auf die Völker des kontinentalen Südostasiens ausgedrückt werden. Im politischen Sinn umfasst Indochina die Gebiete der heutigen Länder Laos, Kambodscha und Vietnam, die ab 1887 als „Französisch-Indochina“ dem französischen Kolonialreich eingegliedert waren. Auch wenn die Viet mit 86 Prozent die Mehrheit der Bevölkerung stellen, so gibt es noch 53 andere Volksgruppen, die zum Teil seit 2000 Jahren im Land leben. So bunt wie die Völkerschaften ist auch ihre Glaubenswelt.   Neben verschiedenen Ausprägungen des Buddhismus gibt es Konfuzianismus, Daoismus, Katholizismus, Islam und neuere Religionen wie der Caodaismus und Hoa Hao Buddhismus. Alle aber verbindet der Ahnenkult und der Geisterglaube. Diese bunte Vielfalt macht Vietnam zu einem der interessantesten Reiseländer. Die Reise beginnt im Delta des Roten Flusses in der Hauptstadt Hanoi, der Stadt „zwischen den Flüssen“. Im Jahre 1010 war hier die erste Stadt mit Königsresidenz, der verbotenen Stadt und mit vielen Tempeln und Pagoden. Neben der Altstadt ist die Innenstadt durch die französische Kolonialzeit geprägt.

Wohl einmalig auf der Welt ist das Wasserpuppentheater, bei dem die Akteure bis zur Hüfte im Wasser stehen und die Puppen bewegen. Mit dem Auto geht es nach Ha Long – dem Ausgangspunkt einer Dschunkenfahrt in die zum Unesco-Welterbe gehörenden Halon Bucht „Bucht des untertauchenden Drachen“. Per Flugzeug geht es nach Süden in die ehemalige Hauptstadt Hue (1802-1945) und Sitz des letzten Kaisers Bao Dai. Besucht werden die alte Zitadelle mit dem Königspalast und schmale Gassen sowie schattige Prachtstraßen. Die Thien-Mu Pagode, am Parfümfluss gelegen, beherbergt ein aktives Kloster und eine Gedenkstätte für den Mönch Thich Quang Duc, der sich 1963 aus Protest gegen die Unterdrückung des Buddhismus selbst verbrannte. Nach der Besichtigung des Kaisergrabes Tu Duc geht es über den berühmten Pass Hai Van. Hier teilte sich das Land in Nord- und Südvietnam. Die militärischen Befestigungen aus der französischen Kolonialzeit sind heute eine Touristenattraktion. Der Bericht über die Weiterreise vom Pass Hai Van über Hoi An nach Saigon erfolgt am Montag, 31. Juli, um 19.30 Uhr.

LN

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