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Bad Schwartau WBS: Sorge um Haushalt und Schulstandort
Lokales Bad Schwartau WBS: Sorge um Haushalt und Schulstandort
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23:12 31.07.2014
WBS-Bildungsexperte: Thomas Podella.
Bad Schwartau

Auch in den Sommerferien bleibt Schule ein Thema. Insbesondere in Bad Schwartau, denn die Sorgen um den hiesigen Schulstandort sind groß. Das hat nicht zuletzt die große Demo mit mehr als 1500 Teilnehmern vor einigen Wochen gezeigt. Auch die Stadtvertretung hat in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause gemeinsam einen Brief an die Landesregierung geschrieben, um auf die schwierige Situation an den hiesigen Schulen zu verweisen.

Die Wählergemeinschaft Bad Schwartau (WBS) befürchtet aber, dass der der Schulstandort Bad Schwartau zunehmend in eine Schieflage gerät. „Nachdem nun Stockelsdorf unter anderem aus Kostengründen darauf verzichtet, eine gymnasiale Oberstufe an ihrer Gemeinschaftsschule einzurichten und darauf vertraut, dass Bad Schwartau weiterhin genügend Plätze für auswärtige Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stellt, sorgen wir uns um eine ausgewogene Haushaltspolitik“, schreibt Thomas Podella in einer Pressemitteilung der WBS. Hintergrund sei, dass rund 50 Prozent der Schüler, die in Bad Schwartau eine weiterführende Schule besuchen, von auswärts kommen. Für Investitionsmaßnahmen an Schulen erhält die Stadt laut Schulgesetz lediglich 250 Euro pro Schüler von den Gemeinden, die ihre Schüler nach Bad Schwartau entsenden. „Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, so Bildungsexperte Podella.

Um die Schulen in Bad Schwartau auf einen Stand zu bringen, der modernen Unterrichtsstandards genügt, wird die Stadt laut WBS annähernd 28 Millionen Euro aufbringen müssen. Daneben stehen weitere millionenschwere Projekte wie die Umgestaltung der Markt- twiete, die Neugestaltung des Kurparks oder eine Bahnübergangsregelung in Kaltenhof sowie eine mögliche Neugestaltung der Strom- und Gasversorgung an.

„Angesichts dieser Ausgangslage fragt sich die WBS, ob und wie Bad Schwartau auch weiterhin mit einem ausgeglichenen Haushalt und als schuldenfreie Stadt existieren kann. Allein die Sanierungsmaßnahmen an den Schulen sind nur zu 60 Prozent durch Rücklagen der Stadt gedeckt und würden zu einer erstmaligen Verschuldung der Stadt führen“, so Podella, der sich in diesem Zusammenhang eine überparteiliche und bürgernahe Diskussion wünscht, um die Finanzen nachhaltig zu sichern und hochwertige Bildung zu garantieren.

ln

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