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Bad Schwartau Wenn Farbe auf Form trifft: Neue Kunst im Museum
Lokales Bad Schwartau Wenn Farbe auf Form trifft: Neue Kunst im Museum
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09:32 07.10.2015
Kennengelernt haben sich Renate Straatmann und Reiner Dylong im Förderverein Bildende Kunst Ostholstein. Zum ersten Mal stellen nun beide gemeinsam ihre Werke aus. Quelle: Doreen Dankert
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Bad Schwartau

Die beiden Protagonisten kennen sich schon lange: Renate Straatmann und Reiner Dylong. Die beiden Künstler. Die Malerin und der Gestalter. Und jetzt begegnen sich ihre Kunstwerke zum ersten Mal in einer Ausstellung. „Farbe trifft Form“ heißt der Titel, der passender kaum gewählt sein könnte. Denn was ab heute im Museum der Stadt Bad Schwartau zu sehen ist, das ist eine geglückte Verschmelzung von ausdrucksstarken Bildern und Objekten, die wortlos Geschichten erzählen. 24 zu 22 — so das Verhältnis von Bildern und Objekten.

Für die Bilder ist Renate Straatmann zuständig. Die Bad Schwartauerin ist in der hiesigen Kunstszene schon lange keine Unbekannte mehr. Die ehemalige Beamtin hat schon etliche Male ihre Bilder ausgestellt — nicht nur in ihrer Heimatstadt. Was Renate Straatmann aktuell im Museum der Stadt präsentiert, das sind Werke, die in den vergangenen zehn Monaten entstanden sind. Zwar ist keines ihrer Kunstwerke namenlos, „aber wenn ich anfange zu malen, dann weiß ich nie, was es am Ende wird“, verrät die Künstlerin, die sich wie ihr Ausstellungspartner Reiner Dylong dem Thema Kunst als Autodidakt genähert hat.

„Ich nehme einen Pinsel, einen Schwamm oder eine EC-Karte, mache eine Tube Farbe auf die Leinwand und fange an“, schildert Renate Straatmann ihre Vorgehensweise. „Und wenn ich fertig bin, dann weiß

ich, es hat was mit mir zu tun.“ Eine Ausnahme in Sachen Ich-weiß-nicht-was-es-wird ist da allerdings der Zyklus „Skyline“. „Da habe ich vorher natürlich gewusst, dass ich so sowas malen will“, so Straatmann.

Bei Reiner Dylong, der von Haus aus Elektriker ist und im Alter von 55 Jahren den mutigen Sprung in die Selbstständigkeit gewagt hat, sieht die Sache ganz anders aus: „Ich sehe irgendwas, zum Beispiel ein Stück Holz, und erkenne darin sofort, was es sein könnte.“ Seiner Fantasie lässt der Lübecker freien Lauf. Auf diese Weise wird aus einem abgebrochenen Stück von einem uralten Dachbalken nach der Montage von zwei Knopfaugen ein Krokodil. Und ein Knäuel von Keilriemen aus einem alten Trecker wird Dank Dylongs Vorstellungskraft zu einem dekorativen Etwas. Alles zu erleben ab heute.

Zeiten und Preise
Die Ausstellung im Museum läuft bis zum 1. November. Geöffnet ist dienstags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Die Preise der Bilder bewegen sich zwischen 200 und 660 Euro, bei den Objekten liegt die Spanne zwischen 120 und 2200 Euro.

Doreen Dankert

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