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Bad Schwartau Wenn schwarze Spinnen gegen wilde Katzen spielen
Lokales Bad Schwartau Wenn schwarze Spinnen gegen wilde Katzen spielen
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19:15 27.01.2016
In dieser Partie spielt die Mannschaft „Pussy Terror“ (r.) gegen die „Black Spiders“. Quelle: Fotos: Irene Burow

Sporthalle statt Klassenzimmer: Die Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule (ESG) ist im Volleyballfieber. Gestern war die halbe Schule auf den Beinen — 43 Teams, rund 250 Schüler aus den Klassen fünf bis sieben sind in der Ludwig-Jahn-Halle gegeneinander angetreten.

Eine Herausforderung war das für Emma und Mailin aus der siebten Klasse: Ihr Team war zum Duo geschrumpft. Doch Aufgeben kam nicht infrage. „Ins Finale werden wir es wohl nicht schaffen, weil die anderen Teams automatisch überlegen sind. Aber wir haben trotzdem Spaß“, sagt Emma. „Alle freuen sich schon lange vorher auf das Winterturnier.“ Denn spätestens zur Anmeldung muss der Teamname feststehen. Bei den Mädchen führte das zu so eigenwilligen Kreationen wie „Aufbacksalami“, „Oreos“ oder „Black Spiders“, bei den Jungen zu „Fresher than you“ oder „Luder“. Besonders hervorgetan haben sich jedoch die „Wild Cats“. Sie hatten sich bei ihrem Outfit besonders viel Mühe gegeben. Neue T-Shirts haben sich die fünf Mädchen zugelegt und Katzenohren ins Haar geklemmt. Damit haben sie den Sieg um das schönste Trikot davongetragen.

„Ziel des Winterturniers ist es, dass möglichst alle Schüler mitmachen können. Deswegen wird auch nach Regeln in abgewandelter Form gespielt“, erklärt Chef-Organisator Malte Nagursky. Gestaltet sind sie so einfach wie möglich: So ist es erlaubt, den ersten und zweiten Ball zu fangen. Wird er über das Netz gespielt, muss jedoch die Volleyballtechnik angewandt werden — also beim Aufschlag oder Angriff. Ein anderer Vorteil bei dieser Sportart: „Man kann viele Felder nebeneinander legen, beim Handball wäre das nicht so einfach möglich“, so Nagursky. Dadurch könnten viele Schüler gleichzeitig spielen. Zwar stießen die besonderen Regeln nicht bei jedem auf Begeisterung. Leif aus der zehnten Klasse findet sie zu einfach. „Sie könnten für die älteren Schüler viel strenger sein“, sagt er.

Dennoch war ständig Bewegung auf dem Parkett. Nach zwölf Minuten wechselten die Kontrahenten auf den zwölf Feldern, jedes Team konnte sich etwa sechs Mal beweisen.

Die älteren Schüler der ESG spielen heute Volleyball. Wenn die achten bis zehnten Klassen sich messen, sind noch einmal 150 Jugendliche auf den Feldern. Das große Turnier findet zum vierten Mal statt. Nagursky hatte es als Referendar ins Leben gerufen und seither fortgeführt.

„Ziel ist es, dass möglichst alle Schüler mitmachen.“
Malte Nagursky, Organisator

Irene Burow

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