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Bad Schwartau Werbetag für das neue Windrad: Name für "Wahrzeichen" gesucht
Lokales Bad Schwartau Werbetag für das neue Windrad: Name für "Wahrzeichen" gesucht
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21:22 16.12.2015
Zahlreiche Anwohner nutzten die Gelegenheit, sich unter dem Windrad über das Projekt zu informieren.
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Krumbeck

Wenn etwas Neues kommt, muss man sich meist erst einmal daran gewöhnen. So geht es auch den Menschen in der Stockelsdorfer Dorfschaft Krumbeck und Umgebung. Seit gut einem Monat steht mitten auf der Wiese am Krumbecker Hof nun ein 150 Meter hohes Windrad. Bereits in dieser Woche geht es in Betrieb.

„Wenn man ein solches Bauwerk mitten in die Landschaft setzt, macht man sich nicht unbedingt nur Freunde“, weiß Eigentümer Gerhard Moser von der Windkraft Krumbecker GmbH. Viele Anwohner machen sich nämlich Sorgen, wie laut das Windrad ist, das nur wenige Hundert Meter von den beiden Dorfschaften Obernwohlde und Krumbeck entfernt liegt. „Wir warten mal ab, bis es läuft. Noch sind wir aber skeptisch“, hört Moser des Öfteren. Deshalb hat er nun direkt am Windrad zu einem Infotag geladen. Und die Krumbecker nutzten die Gelegenheit, um das neue Wahrzeichen, wie Moser sein Windrad scherzhaft nennt, mal ganz aus der Nähe zu betrachten.

Einer, der das neue Bauwerk befürwortet, ist Otto Schöning. „Wo sich was bewegt, ist Leben“, sagt der Krumbecker, „von meinem Wohnzimmerfenster aus kann ich das Rad sehen, an den Blick habe ich mich schon richtig gewöhnt.“ Als einmal das Blinklicht nicht geleuchtet hat, habe er sich schon gewundert, ob das Windrad kaputt sei.

Wenn es nach Moser geht, soll das Windrad schon bald für alle Anwohner zum Dorfbild gehören. Im kommenden Jahr wird auch die Straße, die am Rad vorbeiführt, saniert. „Ich möchte, dass hier alle Dorfbewohner spazieren gehen oder mit dem Fahrrad entlangfahren können“, sagt Moser. Um die Akzeptanz noch zu erhöhen, können alle Dorfbewohner nun sogar einen Namen für das Windrad vorschlagen.

Ideen können per E-Mail an info@krumbecker-hof.de geschickt werden. Und auch die Kleinsten sind gefragt. Im Februar will Gerhard Moser in die Kulturscheune auf dem Krumbecker Hof einladen und gemeinsam mit ihnen Bilder malen. „Die sollen anschließend auf das Windrad projiziert werden und die Kinder können sie dann ausmalen“, so Moser.

Das neue Windrad ist sieben Mal so leistungsstark wie die Anlagen, die bisher dort standen. Es hat einen Rotor-Durchmesser von 100 Metern. „Rund 1750 Haushalte können damit pro Jahr mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden“, wirbt Gerhard Moser. Und dann wünscht er sich das, was ihm an diesem Tag auch viele seiner Gäste wünschen: Allzeit guten Wind.

Maike Wegner

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