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Bad Schwartau Wobau beginnt mit Großprojekt in Bad Schwartau
Lokales Bad Schwartau Wobau beginnt mit Großprojekt in Bad Schwartau
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00:00 05.01.2011
Mehere Häsuer an der Schulstraße müssen weichen. Foto: Lothar Braun Quelle: Braun
Ostholstein

Der 57-Jährige ist technischer Leiter des Unternehmens und betreut das Fünf-Millionen-Euro-Vorhaben. Aufmerksam will Korell darüber wachen, dass die Bauarbeiten so ablaufen wie gewünscht.

Dass es gleich beim Start noch eine geringfügige Verzögerung gab, damit habe man nicht gerechnet, räumt Korell ein. „Die Abdeckung der Dächer der beiden Häuser besteht aus schwarz angemalten Platten, Eternitplatten, wie wir inzwischen wissen, bei denen Asbest verarbeitet wurde“, erklärt er, warum Mitarbeiter der Stockelsdorfer Firma Heiko Muuss in Schutzanzügen auf dem Dach arbeiten. „Die Platten können wir nicht einfach mit dem Bauschutt entsorgen, denn sie gelten als Sondermüll. Deshalb mussten wir kurzfristig eine gesonderte Entsorgung beauftragen“, sagte Korell. Der Abriss, schätzt er, werde in wenigen Tagen über die Bühne gehen.

Trotz der kleinen Startschwierigkeit sind der Wobau-Mann und die Lübecker Architekten und Planer Philipe Roden und Rolf Kuhfeldt überzeugt, dass die Abrissarbeiten an der Schulstraße zügig zu Ende gebracht werden können. Zwei alte Häuser und eine Garage müssen entfernt werden, bevor mit den Tiefbauarbeiten begonnen wird. „Da können wir nur auf mildere Witterung hoffen“, sagt Kuhfeldt, „denn anhaltender Frost würde die Arbeiten erschweren.“

Die Wobau plant, wie berichtet, zwischen Schulstraße und Rensefelder Straße eine Wohnanlage, die für Senioren wie auch jüngere gleichermaßen gedacht ist. Architekt Philipe Roden betont, dass auf die Bedürfnisse gerade Älterer besondere Rücksicht genommen werde. „Wir planen barrierearm, was bedeutet, dass nahezu alle Wohnungen auch mit Rollstühlen befahren werden können.“ Die endgültige Gestaltung von Bädern und Küchen, die speziell auf alte und behinderte Menschen zugeschnitten werden soll, steht noch aus. Besonders wichtig ist ihm der Hinweis auf das überdachte Atrium zur Innenseite hin: „Dort haben die Bewohner quasi einen riesigen Wintergarten zur Begegnung zur Verfügung.“ Ein Schallgutachten habe ergeben, dass kein Lärm von Rensefelder Straße und Eutiner Ring bis dorthin dringe.

Ein Radlader und ein Bagger haben damit begonnen, die entkernten Gebäude abzureißen. Die Stadt hatte darauf gedrungen, dass der Abriss noch in den Weihnachtsferien erfolgt. Ein Bauzaun sichert vorerst das Areal. Sobald die Tiefbauarbeiten beginnen, wird die Schulstraße dicht gemacht. „Nur noch Baufahrzeuge dürfen dann passieren“, teilte Ordnungsamtsleiter Bernd Kubsch mit, der sich mit der Polizei auf diese Maßnahme verständigt hat. Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, wurden um Verständnis für diese Maßnahmen gebeten, „zu der wir uns aus Sicherheitsgründen entschlossen haben“.

Eine Sonderzufahrt wird für die Anwohner der hinter der Schule liegenden Häuser und die Lehrkräfte eingerichtet: Damit sie die Parkplätze erreichen, ermöglicht eine provisorische Rampe vom Sky-Einkaufsmarkt aus die Zufahrt.

Kubsch rechnet damit, dass die Sperrung der Schulstraße einige Monate dauern wird. Nach den Vorstellungen der Wobau könnte das Projekt, für das Kosten von rund fünf Millionen Euro fällig werden, bereits zum Jahresende bezogen werden. Planer Roden ist etwas zurückhaltender: „Wir wissen nicht, wie sich das Wetter entwickelt, deshalb rechne ich mit dem Bezug eher erst Anfang 2012.“

Lothar Braun

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