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Bad Schwartau Wohncontainer für Flüchtlinge werden bald zurückgebaut
Lokales Bad Schwartau Wohncontainer für Flüchtlinge werden bald zurückgebaut
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20:16 12.10.2016

Eine schnellstmögliche Reaktion – das war und ist in der Stockelsdorfer Verwaltung die Devise in Bezug auf die Anzahl der zugewiesenen Flüchtlinge. Aufgrund des Flüchtlingsstroms 2015 und der damit verbundenen Probleme hatte Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann dieses Thema zur Chefsache erklärt. Jetzt sieht die aktuelle Lage deutlich entspannter aus. Entsprechend werden bald sogar die ersten Wohncontainer zurückgebaut.

„Ich gehe davon aus, dass wir bis zum Jahresende keine 100 Flüchtlinge mehr zugewiesen bekommen.“Axel Kerbstadt, Hauptamtsleiter

Hauptamtsleiter Axel Kerbstadt erklärte auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Schule und Kultur, dass die Flüchtlingszahlen „zwischenzeitlich signifikant zurückgegangen sind“. Und deswegen habe sich insbesondere die Unterbringungssituation „bei uns deutlich entspannt“, so Kerbstadt. In diesem Kalenderjahr sind bis jetzt rund 80 Flüchtlinge in Stockelsdorf angekommen. Laut Schlüsselzuweisung sollen noch rund 100 weitere Flüchtlinge bis zum Jahresende in Stockelsdorf untergebracht werden. „Ich gehe aber davon aus, dass das so nicht eintreffen wird“, erklärt Axel Kerbstadt, „und deswegen haben wir entschieden, den Wohnungsbestand zu verringern.“

Um die Flüchtlinge unterzubringen, hat die Gemeinde Wohncontainer an unterschiedlichen Standorten in Stockelsdorf (Brandenbrooker Weg und Ahornweg/Eichenweg) aufgestellt und privaten Wohnraum angemietet – und das auch ein bisschen auf Vorrat, „um vor der Lage zu sein“, wie Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann immer wieder betonte. Derzeit seien laut Kerbstadt noch freie Wohnkapazitäten für 78 Flüchtlinge in angemieteten Räumen verfügbar. Außerdem seien die sich noch im Bau befindlichen Reihenhäuser in der Lohstraße 100 angemietet worden. Dort kommen nach Fertigstellung im Herbst dieses Jahres noch einmal 48 Wohnplätze hinzu, so dass die im Moment die gültige Restquote für 2016 zur Unterbringung von rund 100 Flüchtlingen auf jeden Fall erfüllt werden kann.

In Anbetracht der deutlich rückläufigen Flüchtlingszahlen habe man auch bereits einige privat angemietete Wohnungen wieder gekündigt, so Kerbstadt. „Wir wollen damit die finanzielle Belastung im Rahmen halten“, so die Bürgermeisterin. „Aber wir können jetzt auch keine Aussage darüber treffen, wie sich der Flüchtlingsstrom künftig entwickeln wird“, so die Rathauschefin weiter.

Allerdings hat man im Rathaus eine Aussage getroffen, die die Bewohner am Brandenbrooker Weg, wo man einen Brennpunkt aufgrund der Konzentration der Flüchtlinge befürchtet hatte, mit Sicherheit gerne hören werden. „ Die Container am Brandenbrooker Weg werden zurückgebaut, wenn der Mietvertrag abgelaufen ist“, kündigt Axel Kerbstadt an. Anfang 2017 ist die Mietzeit für die Container für 20 Wohnplätze abgelaufen. Dann leben hier nur noch die rund 30 Migranten im festen Gebäude gleich nebenan.

Zur Zeit leben nach angaben des Hauptamtes in der Gemeinde Stockelsdorf insgesamt um die 300 Flüchtlinge.

Doreen Dankert

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