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Bad Schwartau Wohnmobile ja, Camping nein
Lokales Bad Schwartau Wohnmobile ja, Camping nein
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00:00 28.10.2012
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Ostholstein

Es staubt und Mitarbeiter der Firma Drögemüller machen mächtig viel Krach. Die letzten Steine werden zugeschnitten und auf dem künftigen Stellplatz für Wohnmobile verlegt. „Die Firma ist gut im Zeitplan. Die Eröffnung im November ist keine Hürde“, erklärt Bernd Schmidt, Tiefbauingenieur im hiesigen Bauamt. Gemeinsam mit Bauamtsleiter Maik Lindemann, Ordnungsamtsleiter Bernd Kubsch und Peter Seedorf von dem Arbeitskreis „Wohnmobil-Stellplatz“ hat sich Schmidt jetzt zu einer Ortsbesichtigung getroffen. „Das sieht doch schon richtig gut aus“, frohlockt Lindemann. Und in der Tat sind die Arbeiten schon weit fortgeschritten. Fast das gesamte Areal mit 15 Stellplätzen ist fertig gepflastert. Auch die Anschlüsse für Strom und Wasser liegen bereit. An der Ausfahrt des Parkplatzes soll künftig eine Fäkalien-Entsorgungsstation installiert werden – die entsprechenden Vorrichtungen zur Entsorgung der Fäkalientanks sind schon eingebaut.

Während in Kürze mit der finalen Ausstattung des Platzes begonnen wird, arbeitet man derzeit noch an der Benutzungs- und Entgeltordnung. „Wir haben uns noch nicht auf einen genauen Tarif verständigt“, berichtet Kubsch. Zwischen fünf und sieben Euro sollen Wohnmobilisten als Tagesgebühr bezahlen. Dafür bekommen die Gäste auch einigen Komfort geboten. Auf dem Areal werden vier Säulen zur Strom- und Frischwasserversorgung für sämtliche Stellplätze errichtet. Je nach Verbrauch müssen die Wohnmobilisten für Strom und Wasser an einem Automaten zahlen. „Wer nur Wasser für einen Pott Kaffee benötigt, bekommt das auch gratis per Tastendruck“, erläutert Seedorf, der sich schon lange für einen Wohnmobil-Stellplatz mit höheren Standards einsetzt. Von der zunächst angedachten Schrankenanlage haben die Verantwortlichen unlängst Abstand genommen. Kubsch: „Die Gebühr wird über einen Parkscheinautomat kassiert.“ Fest steht zudem, dass die Verweildauer auf höchstens 72 Stunden begrenzt werden soll, denn der Platz ist nicht als Campingplatz vorgesehen. Entsprechend soll auch ein campingähnliches Verhalten untersagt werden. „Grillpartys oder ähnliches werden nicht gestattet“, so Kubsch.

Der Umbau des Parkplatzes zum Wohnmobilstellplatz verschlingt rund 165 000 Euro. Mehr als die Hälfte der Kosten werden durch Fördergelder gedeckt, vornehmlich durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Peter Seedorf ist sich aber sicher, dass sich die Investition für die Stadt Bad Schwartau auszahlt. „Die Zahl der Wohnmobilisten, die über Nacht bleiben, wird sich deutlich erhöhen. Die Leute, die mit Wohnmobilen reisen, sind keine armen Leute. Sie werden auch Geld in den Geschäften und Restaurants der Stadt lassen“, so Seedorf.

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