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Bad Schwartau Zehn Jahre Kommunales Kino Bad Schwartau
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09:22 05.11.2018
Hans-Harald Schack und Michael Schopenhauer (r.) laden zur Koki-Jubiläums-Matinee ins Bad Schwartauer Movie Star. Quelle: Sebastian Prey
Bad Schwartau

Das kulturelle der Leben der Stadt Bad Schwartau zu bereichern. Das war das Ziel der Koki-Macher der ersten Stunde – Jörn Krause, Annemarie Krause-Guntrum und Michael Schopenhauer. Das Trio hob den Verein Kommunales Kino Bad Schwartau aus der Taufe. Die Vereinsgründung wurde am 22. Februar 2008 im Rathaus der Stadt Bad Schwartau vollzogen. Doch richtig los ging es mit dem Koki erst im November 2008. Da wurde das norddeutsche Roadmovie „Die Schimmelreiter“ gezeigt. Ein besonderer Film, der erst kurz zuvor seine Uraufführung auf dem Filmfest Hamburg erlebt hatte. Und so wird das Zehnjährige am Sonntag, 11. November, mit einer Matinee gefeiert. Die Freude über das Erreichte wird allerdings getrübt, denn ein Mann wird fehlen. Der Vereinsgründer und langjährige Vorsitzende Jörn Krause ist kürzlich verstorben. „Es ist aber ganz im Sinne von Jörn, dass wir das Jubiläum trotzdem feiern“, sagt Michael Schopenhauer. Gezeigt wird am Sonntag um 11.30 Uhr der Film „Soul Kitchen“.

Das Koki-Team wird in einer kleinen Ansprache an Jörn Krause erinnern und Rückschau halten. Die Bilanz des Kokis ist beachtlich. Rund 250 Filme mit etwa 20 000 Besuchern wurden in den letzten zehn Jahren gezeigt. Darunter viele Filme, die in kommerziellen Kinos nur kurze Zeit oder gar nicht zu sehen waren. Für das Programm und andere Aktivitäten gab es für das Koki auch viel Anerkennung. Zwischen 2012 und 2017 wurde das Koki jedes Jahr mit einem Filmpreis des Landes Schleswig-Holstein bedacht. „Dieser Preis wird dafür vergeben, dass das Kino eine Bereicherung der Kulturlandschaft darstellt“, erklärt Schopenhauer. Die Koki-Programm-AG hat nämlich immer viel Wert darauf gelegt, regionale Filme zu zeigen. Das wurde auch vom Publikum dankend angenommen. Die durchschnittliche Auslastung der Vorstellungen liegt bei fast 80 Prozent. „Wir nehmen aber bewusst in Kauf, dass auch weniger gut besuchte Vorstellungen dabei sind, denn wir wollen nicht die Blockbuster zeigen, sondern auch Filme, die abseits des Mainstreams laufen“, berichtet Vorstandsmitglied Hans-Harald Schack. Und genau das ist es, was auch Kino-Betreiber Lars-Roman Paech gefällt. „Das Koki sehe ich nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung“, sagt Paech, der somit seine Spielstätte Movie Star gerne für die Koki-Vorstellungen zur Verfügung stellt.

Das Koki zeigt nicht nur Filme

Dass das Koki so gut in der Stadt verankert ist, liegt auch daran, dass zu den gezeigten Filmen passende Patenschaften vergeben werden. Schopenhauer: „Das haben wir von Beginn an so gemacht. Dadurch gibt es vielfältige Verbindungen zu anderen Vereinen und Institutionen sowie der Kirche.“ Das Bad Schwartauer Koki-Team beschränkt sich aber nicht nur darauf Filme zu zeigen. Seit 2012 werden gemeinsam mit Paech Benefizveranstaltungen organisiert – für die Villa Humanitas, die Kinderkrebshilfe oder die Lebenshilfe Ostholstein. Zudem werden seit 2013 in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Filmseminare mit dem Filmwissenschaftler Eckart Pabst angeboten. Ferner organisiert das Koki die Schulkinowochen in Bad Schwartau. Zu den ausgesuchten Filmen kommen jedes Jahr rund 1500 Schüler. Für die rund 180 Mitglieder und auch Nichtmitglieder arrangiert Holger Klindwort, der von Beginn an als Beisitzer im Koki-Vorstand aktiv ist, Sommerfahrten, die regelmäßig ausverkauft sind. Ziele waren unter anderem Besuche beim NDR, Airbus oder im Schloss Bothmer.

Der Film „Soul Kitchen“ beginnt am Sonntag, 11. November, um 11.30 Uhr im Movie Star Bad Schwartau (P1-Center am Eutiner Ring). Der Eintritt kostet sieben Euro, für Koki-Mitglieder 4,50 Euro.

Sebastian Prey

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