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Bad Schwartau „Zelda“ wird jetzt ein Film-Star
Lokales Bad Schwartau „Zelda“ wird jetzt ein Film-Star
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15:17 12.01.2019
Der Stockelsdorfer Gordon Krei hat als Filmhundtrainer zusammen mit Hündin „Zelda" am TKKG-Film mitgewirkt, der im Juni 2019 in die Kinos kommt. Quelle: Ilka Mertz
Stockelsdorf

Allüren hat „Zelda“ keine. Zurückhaltend, aber freundlich begrüßt die Hündin Artgenossen und Menschen. Dabei könnte der Durchbruch als Filmstar kurz bevorstehen, denn „Zelda“, ein Englischer Springer-Spaniel, hat im September ihren ersten Kinofilm abgedreht. Und das an der Seite großer (menschlicher Kollegen): Bei der Verfilmung von TKKG sind Stars wie Milan Peschel, Tom Schilling und Antoine Monot Jr mit dabei. Allesamt alte Hasen – um in der Tierwelt zu bleiben – im Vergleich zu Newcomer „Zelda“.

Für die dreijährige Hündin war es die erste Filmrolle überhaupt. „Ende August bekam ich einen Anruf von einer Agentur“, erzählt Hundetrainer Gordon Krei, „die waren auf der Suche nach einem schwarz-weißen Cockerspaniel.“ Einen solchen kannte der Stockelsdorfer gerade nicht, doch seine Frau habe sofort an Svenja Arendt gedacht, die drei Englische Springer-Spaniel hat. „Ich bin zu ihr nach Warnsdorf gefahren, um mir ,Zelda’ anzuschauen“, so Gordon Krei, schließlich eigne sich nicht jedes Tier für die Arbeit beim Film. Doch „Zelda“, die mit ihren Besitzern ohnehin Hundesport betreibt, eignet sich. Krei schlug sie der Agentur vor, einige Zeit hörten sie nichts, „da dachte ich schon, es bestünde kein Interesse“, so Svenja Arendt. Doch dann der Anruf. Gordon Krei und Svenja Arendt fuhren mit „Zelda“ nach Berlin, wo sich Regisseur Robert Thalheim die Hündin anschaute. Und schon einen Tag später gab es die Zusage. „Wir hatten diesbezüglich keine Ambitionen“, erzählt Svenja Arendt, das es dann geklappt habe, sei witzig. „Alle unsere Freunde und Familie kennen natürlich TKKG.“

Genau die Geschichte, in der „Zelda“ nun mitspielt, kennt aber niemand, denn sie stammt aus keinem Buch. Es handelt sich dabei um die Vorgeschichte, darum wie sich die vier Kinder kennengelernt haben. „Zelda“ spielt dabei den Hund von Gaby, „Pfote“ genannt, im Film gespielt von Emma Luise Schimpf. Mehr dürfen Gordon Krei und Svenja Arendt, die „Zelda“ zu den acht Drehtagen im Berliner Umland und in der Nähe von Münster begleitet haben, nicht verraten. „Es handelt sich um ein schönes Drehbuch für einen Kinderfilm“, das immerhin lässt sich Gordon Krei, der mit seinem eigenen Hund „Coffee“ schon bei den „Fünf Freunde“-Verfilmungen mitgewirkt hat, entlocken.

Von „Zelda“ schwärmen, das dürfen sie auch. Denn die Hündin hat, und da waren sich alle Beteiligten einig, einen richtig guten Job gemacht. „Es war ihre erste Filmproduktion, dann direkt was Großes fürs Kino mit bis zu 30 Leuten am Set, und außerdem hatten wir kaum Zeit uns vorzubereiten“, erläutert Gordon Krei die Schwierigkeiten. „Zelda“ aber habe alles gut hinbekommen. Vor einer Weile war das Team wieder in Berlin, um die Bilder für die Plakate zu fotografieren. „Da gab es noch mal die positiven Rückmeldungen und das freut uns natürlich“, so Krei.

Auch Svenja Arendt freut sich, dass „Zelda“ die ungewohnte Herausforderung so gut gemeistert hat. „Es hat ihr wahrscheinlich geholfen, dass sie von Ausstellungen und Turnieren an Trubel gewöhnt ist, und es auch kennt, wenn wir mal nervös sind“, vermutet die Besitzerin. Wie anstrengend die Arbeit für den Hund dennoch gewesen sei, habe sie nach einem Drehtag mit 200 Kinderkomparsen gemerkt: „Den kompletten nächsten Tag hat sie verschlafen.“ Ob und wie „Zeldas“ Filmkarriere weitergeht, weiß sie noch nicht. „Die Arbeit mit der Crew war sehr schön, alle haben sich viel Zeit gelassen und auch Emma, die die Gaby spielt, hat das toll gemacht, obwohl sie keine Erfahrung mit Hunden hatte“, sagt Svenja Arendt, „von daher würde uns ein zweiter Teil natürlich freuen“. Aber auch der Umfang müsse stimmen: „40 Drehtage könnten wir nicht leisten.“ Denn „Zeldas“ Zuhause ist und bleibt Warnsdorf. Und nicht das Filmset.

Ilka Mertz

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