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Bad Schwartau Zoff um Bürgschaft für Herrenhaus
Lokales Bad Schwartau Zoff um Bürgschaft für Herrenhaus
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20:48 21.09.2017
Errichtet wurde das Herrenhaus 1761 von Georg Nicolaus Lübbers, 1986 wurde es als „Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung“ eingestuft. Quelle: Foto: Dd

Kevin Dierks (CDU), der die Hauptausschusssitzung in Abwesenheit von Andreas Gurth leitete, sprach sich dafür aus, „dass wir als Gemeinde bürgen“.

Hintergrund ist, dass die Stiftung Herrenhaus als Eigentümer des Herrenhauses dringend erforderliche Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchführen muss. Das betrifft zum Beispiel die Lüftungsanlage und die Neuinstallation der Elektroanlage in der Küche. Die geschätzten Kosten inklusive der Honorare für die Fachplaner liegen bei rund 550000 Euro. 350000 Euro als Zuschuss seitens der Gemeinde wurden bereits vor den Sommerferien beschlossen. Die restlichen rund 200000 Euro will die Stiftung Herrenhaus durch ein Hypothekendarlehen selbst schultern – und genau dafür soll die Ausfallbürgschaft sein.

Im Zuge der Generalsanierung von 2000 bis 2003 wurde damals das Darlehen der Stiftung schon mal durch eine Bürgschaft der Gemeinde abgesichert. Einnahmen erzielt die Stiftung Herrenhaus durch die Pacht des Betreibers der Herrenhaus-Gastronomie.

Immer wieder erklärtes Ziel aller politischen Vertreter – und zwar schon seit vielen Jahren – ist es, den Herrengarten mit seinem Herrenhaus als „Herzstück von Stockelsdorf“ für die Bürger zu bewahren und zu gestalten.

Dennoch sprach sich Jürgen Scheel von der UWG dagegen aus, das Darlehen der Stiftung Herrenhaus mit einer Bürgschaft der Gemeinde abzusichern. Aus Sicht der UWG werden Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser umfassenden Investition laut.

Manfred Jäger (SPD) „kann die Diskussion darüber nicht verstehen“. Jäger sei erfreut darüber, was da im Herrengarten aktuell in Sachen Erneuerung und Verschönerung entsteht, „und wir können den Pächter der Gastronomie im Herrenhaus nicht hängen lassen. Das alles ist ’ne tolle Sache, und da hängen wir als Gemeinde mit drin, deswegen die Bürgschaft, ja.“

Und auch Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann (parteilos) hielt sich mit ihrer Meinung nicht zurück: „Wir können froh sein, dass wir dort überhaupt einen Pächter haben, und dann noch so einen guten.“ Dierks erklärte, das Herrenhaus sei eine Erfolgsgeschichte, „aber der Vermieter muss auch dafür sorgen, dass für den Pächter eine angemessene Küche da ist“.

Die UWG war davon jedoch nicht zu überzeugen, mit zwei Nein-Stimmen von der UWG und zwölf Ja-Stimmen aller anderen wurde die Bürgschaft trotzdem beschlossen.

Von Doreen Dankert

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