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Bad Schwartau Zug um Zug: Klein und Groß messen sich bei den Schach-Open
Lokales Bad Schwartau Zug um Zug: Klein und Groß messen sich bei den Schach-Open
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19:16 28.12.2015
An 44 Brettern wird gleichzeitig in der Krummlandhalle gespielt. Noch bis morgen Nachmittag duellieren sich die Schachspieler.

Es herrscht eine gespannte Stille in der Krummlandhalle. Der Blick der Spieler geht starr geradeaus, die Gedanken kreisen nur um das Schachbrett auf dem Tisch und den nächsten Zug. „Die Atmosphäre in der Halle ist einfach ganz besonders“, schwärmt Thomas Schmid vom Schachverein Bad Schwartau. Zusammen mit Olaf Nevermann organisiert er zum zweiten Mal die Internationalen Bad Schwartauer Schach-Open. Noch bis morgen Nachmittag wird an 44 Brettern Schach gespielt. Während im vergangenen Jahr gut 50 Spieler gegeneinander antraten, sind dieses Mal weit über 80 Schachliebhaber aus Nah und Fern gekommen. „Wir haben Teilnehmer aus Dänemark, Tschechien und ganz Deutschland dabei“, erzählt Schmid, „so ein Turnier muss sich erst rumsprechen und einen Namen bekommen.“ Dieses Mal haben sich sogar echte Bekanntheiten angemeldet: Die Großmeister Vladimir Epishin und Leonid Voloshin sind die Favoriten auf den Titel.

Auch sieben Mitglieder des Bad Schwartauer Schachvereins messen sich mit der internationalen Konkurrenz. Schon die Kleinsten sitzen an den Brettern und treten gegen erfahrene Schach-Experten an. Der achtjährige Thore ist einer der Jüngsten im Feld. Bisher hat es nicht geklappt mit einem Sieg. „Aber Spaß macht es“, sagt der Nachwuchsspieler, der schon bei Jugend- und Landesmeisterschaften angetreten ist. „Zu Hause spiele ich mit meinem Papa“, erzählt er, „außerdem habe ich Hefte, in denen ich üben kann.“ Auch sein Vereinskamerad Anton (12) sitzt hochkonzentriert am Brett. Nach drei Spielen hat er immerhin eins gewonnen. „Die Älteren sind schwer zu schlagen, die haben einfach viel mehr Erfahrung“, erzählt er.

Wilfried Horn ist zwar schon 70 Jahre alt, im Schachverein spielt er allerdings erst seit wenigen Monaten. „Hoffentlich geht es nun aufwärts“, sagt er lachend, „ich hatte wirklich Pech mit meinen bisherigen Gegnern.“ Während er erzählt, gibt Thomas Schmid dem Nachwuchs ein paar Worte mit auf den Weg. „Immer schön langsam und dann haust du den weg“, ruft er einem Jungen zu. Dann macht sich auch Wilfried Horn auf den Weg. „Das packst du“, sagt Schmid nun auch zu ihm.

Im Schnitt dauert jede Partie dreieinhalb bis vier Stunden. „Es ist einfach das Wichtigste, sich Zeit zu lassen und alles zu bedenken“, erklärt Schmid. Wer die Schachspieler in Aktion erleben möchte, kann heute von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 19 Uhr in die Krummlandhalle kommen. Morgen wird ab 9 Uhr gespielt. Der Sieger des Turniers wird um 15 Uhr verkündet.

Die Preisgelder des Turniers
750 Euro Preisgeld erhält der Gewinner des Turniers. Der Zweitplatzierte bekommt 600 Euro, der Drittplatzierte 450 Euro. 300 Euro gibt es für den vierten, 200 Euro für den fünften, 150 Euro für den sechsten und 100 Euro für den siebten Platz. Im vergangenen Jahr holte sich Andreas Peschel von der Schachgemeinschaft Solingen den Sieg, er erhielt 500 Euro.

Maike Wegner

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