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Bad Schwartau Zurück im Luftaneum
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18:20 05.10.2017
Der Neuseeländer Ralf Lübcke (4.v.l.) hatte die weiteste Anreise zum Abitreffen des Jahrgangs 1967. Die Besichtigung der Schule kam auf Initiative von Ute Siewers (Mitte) zustande. Quelle: Fotos: Doreen Dankert

Damals hieß das Leibniz-Gymnasium „nur“ Staatliches Gymnasium. Und nun, ein halbes Jahrhundert später und nach bestandener Abi-Prüfung, haben Ralf Lübcke und die meisten ehemaligen Mitschüler wieder Platz genommen auf den Schulbänken der ehemaligen Schule. Dafür hat Ute Siewers gesorgt, die nach dem Abi den Weg der Pharmazeutin eingeschlagen hat, gesorgt. Ute Siewers, die eine von ganz wenigen aus ihrer ehemaligen Klasse ist, die ihrer alten Heimatstadt treu geblieben ist, konnte den Schulleiter Hans-Joachim Werner gewinnen für eine Führung durch die Schule.

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Wer kann sich eigentlich noch daran erinnern, wie das Leibniz-Gymnasium eigentlich mal heißen sollte? „Luftaneum!“, sagt Ralf Lübcke und lacht. „Diesen Namen haben wir uns damals ausgedacht, weil es immer so gerochen hat nach Marmelade.“ Genau 50 Jahre ist das jetzt her

„Solche Schulführungen für ehemalige Schüler sind für uns ein Teil der Öffentlichkeitsarbeit“, erklärt Werner, „wir machen das gern und es ist auch eine Verbindung, die lohnend ist.“

18 an der Zahl waren sie zum Schluss in der Klasse mit dem Schwerpunkt Sprachen, knapp 80 Prozent waren Mädchen. Elf der Ehemaligen haben beim Treffen nach 50 Jahren zugesagt, zwei haben die Führung durch die Schule verpasst. Und eine ehemalige Schülerin aus dieser Klasse lebt nicht mehr, schon beim vergangenen Klassentreffen vor zehn Jahren konnte sie nicht mehr dabei sein.

Schon vor dem Betreten der Schule werden Erinnerungen wach – an den Klassenraum damals. Das war die Waschküche im Keller. „Und da gab es immer Mäuse“, sagt Ralf Lübcke, der im Übrigen die weiteste Anreise hatte nach Bad Schwartau vom anderen Ende der Welt. Denn seit 1985 lebt der Mediziner, der mit seinen 69 Jahren immer noch nicht an den Ruhestand denkt, in Neuseeland. Ein Forschungsauftrag hatte ihn seinerzeit in das Land der Maori verschlagen. „Und ich bin da hängengeblieben, das ist meine zweite Heimat.“ Alle drei Jahre unternimmt er mit seiner Frau einen Trip durch Europa, so wie jetzt – und das Klassentreffen passt da zeitlich gut rein. Lübckes Meinung zur neuen Markttwiete: „Ja, das ist schön geworden. Aber was mich hier total stört, ist die Verkehrsdichte. Wenn man in Neuseeland raus ist aus der Stadt, kann man den Rückspiegel einklappen, weil dann eh kein anderes Auto zu sehen ist.“

Und auch bei diesem Treffen stellen die Ehemaligen unisono fest, „dass doch aus allen, was geworden ist“. Eine Geologin, die zwischen Deutschland und Holland pendelt, ist dabei, eine Fremdsprachensekretärin, die für ein paar Jahre in London und später in Paris gearbeitet hat, ein Medienexperte, eine Rechtsanwältin und ungefähr ein halbes Dutzend, das sich für den Beruf des Lehrers entschieden hat.

Einen Wunsch haben sie alle an Schulleiter Werner: Er möge ihnen doch bitte noch einmal die Waschküche zeigen. „Das war schön damals“, erinnert sich Renate Weidner, geborene Kleyer, „für die Waschküche gab es nie eine Aufsicht in den Pausen, wir konnten da machen, was wir wollten. Wir sind da aus dem Fenster gestiegen und keiner hat was gemerkt.“ So war das damals, als das Leibniz noch nicht Leibniz hieß.

Von Doreen Dankert

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