Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lokales Wie machte sich der Hybrid?
Lokales Wie machte sich der Hybrid?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:10 04.12.2018
Eine Woche lang fuhr Jens Lahann den VW Plug-in-Hybrid zur Probe. Quelle: 54° / Felix König
Lübeck

 Eine letzte Testfahrt, dann ist der einwöchige Autotest offiziell vorbei. Langstrecke, Kurzstrecke, E-Modus, Hybrid: Eine Woche lang hat Jens Lahann den Passat mit den zwei Motoren auf Herz und Nieren getestet. Der gelernte Kfz-Elektroniker ist auf der Tankstelle des Vaters aufgewachsen. Benzin und Diesel haben seine Kindheit und Jugend geprägt. Trotzdem konnte der Hybrid den 51-jährigen Lübecker überzeugen. Sein Fazit: leiser E-Gleiter, sparsamer Hybrid und schneller Sprinter.

Harmonisches Zusammenspiel

„Das Zusammenspiel von E-Motor und Verbrenner läuft harmonisch und ohne irgendwelche ruckeligen Übergänge ab“, sagt Lahann. Ein Grund, weshalb ihm der Hybrid-Modus bei Fahrten auf der Landstraße und der Autobahn überzeugt hat. Denn der Verbrauch sei bei geladener Batterie erstaunlich gering – unter vier Liter auf 100 Kilometer.

Das Aufladen der Batterie stellte sich als Problem heraus. Es dauert sehr lange und im Stadtgebiet gibt es nur wenige Ladesäulen. Quelle: 54° / Felix König

Im Laufe der Testzeit beobachtete er einen Wandel seines Fahrstils: „Man gewöhnt sich mit dem Auto schnell eine ruhigere und auf mehr Sparsamkeit bedachte Fahrweise an.“ Aber nur bis zu einem gewissen Punkt, sagt er und schmunzelt. Begeistert schildert er seine erste Fahrt im GTE-Modus. Das ist einer von insgesamt drei unterschiedlichen Modi, die der Fahrer des Hybrids nutzen kann. Das System steuert dann automatisch das Zwischenspiel von Batterie und Benzinmotor. Es ist der leistungsstärkste Modus, da beide Motoren auf voller Leistung arbeiten. „Aus der braven und sparsamen Familienkutsche wird auf Knopfdruck ein Sportler mit Laderaum“, sagt er und lächelt.

Quelle: RND

Der reine E-Modus hat es Lahann jedoch am meisten angetan. Besonders im Stadtverkehr mache das Auto richtig Spaß. „Lautloses und dennoch sehr zügiges Dahingleiten: Das ist schon sehr angenehm“, sagt er. Wäre da nicht die geringe Reichweite. Die liegt nämlich gerade einmal bei 50 Kilometern. Mit ihr ist ein weiteres Problem verbunden: das Laden der Batterie. Ein Manko, findet Lahann, denn es gebe zu wenig Ladestationen.

Findet man eine freie Säule, treten zwei weitere Probleme auf. Zum Einen variieren die Anbieter. Die Zahlungssysteme sind unterschiedlich und man benötigt stets eine andere Lade-Karte. Zum Anderen dauert der Ladeprozess sehr lang. An externen Ladestationen lässt sich das Fahrzeug mit 3,6 Kilowatt pro Stunde laden. Zweieinhalb Stunden dauert es dann, bis die Batterie vollständig geladen ist. An einer normalen Haushaltssteckdose wird sogar nur mit 2,3 Kilowatt geladen. Fast doppelt so lange dauert der Ladeprozess dort. „Das ist bei der geringen E-Reichweite schon ziemlich mau.“

Alltagstest bestanden

Trotzt der Probleme mit dem Laden: Für Jens Lahann hat der Plug-in-Hybrid den Alltagstest bestanden. „Das System ist durchaus eine Technologie mit Zukunft.“ Ideal sei das Auto für diejenigen, die im Alltag ein gemischtes Fahrprofil haben. Das heißt, dass sie sowohl auf der Landstraße, als auch auf der Autobahn viele Kilometer machen, aber gleichzeitig kurze Strecken in der Stadt fahren. Für sie sei ein Fahrzeug wie der Plug-in-Hybrid eine gute Alternative zum normalen Benziner oder Diesel-Fahrzeug.

Abschlussbericht aller Tester im „sonntag“

Der große Abschlussbericht zum Lesertest mit den Fazits aller zehn Tester steht am Sonnabend, 15. Dezember, in der Magazin-Beilage „sonntag“.

Wenn Sie mehrüber das Auto oder die Technologie herausfinden möchten oder die vorherigen Beiträge lesen möchten, klicken Sie sich bequem durch die beigefügten Links.

Plug-in-Hybrid: Jens Lahann ist der LN-Autotester

Hybrid: Der Wagen mit den zwei Herzen

Das sind die Unterschiede zwischen E-Auto und Plug-in-Hybrid

So funktioniert ein Plug-in-Hybrid

Die vier günstigsten Plug-in-Hybride

Fabian Boerger

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf der B 75 kam es am Sonntagabend zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 29-Jähriger hatte das Fahrzeug zuvor gestohlen und eine Schranke am Herrentunnel durchbrochen.

04.12.2018
Lokales Tag der offenen Bustür - Lübecker fahren Bus zum Nulltarif

Erstmalig konnten Fahrgäste des Stadtverkehrs einen Tag umsonst Bus fahren. Die Begeisterung war groß und die Busse voll. 120 Busse waren im Einsatz, um die vielen Fahrgäste zu transportieren.

02.12.2018
Norddeutschland Alte Auto-Kennzeichen - Kreise zurückhaltend

Seit 2012 gibt es wieder alte Autokennzeichen, die zum Teil seit Jahrzehnten verschwunden waren. Doch nicht alle Kreise in Schleswig-Holstein machen mit.

01.12.2018