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Lauenburg 100 Jugendliche eine Woche lang auf Erfahrungskurs
Lokales Lauenburg 100 Jugendliche eine Woche lang auf Erfahrungskurs
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18:14 26.07.2016
Auch das gehört zum Themenspektrum der Experience-Woche: gesundes Essen zubereiten lernen.

Experience heißt Erfahrung und genau die steht im Mittelpunkt des neuen Ferienprojekts des Kreisjugendrings, das jetzt begonnen hat. Bis kommenden Sonntag sammeln rund 100 Mädchen und Jungen von zehn bis 16 Jahren Erfahrungen in den unterschiedlichsten Betätigungsfeldern, bei denen Spaß, Erkenntnis und Kreativität im Mittelpunkt stehen. Die LN besuchten sie zum Auftakt der Experience-Woche in ihrem Standort, der Grundschule Lütau.

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Gut gesichert auf einem robusten Gerüst machen sich die jungen Leute unter Anleitung und mit Schablonen ans Werk, die grauen Silowände zu bemalen.

Erste Kontakte zum Beruf

Für die älteren unter den Experience-Teilnehmern gibt es auch die Möglichkeit, Praktika in mehreren Betrieben in der Nachbarschaft aufzunehmen.

Zu den Gastbetreuern zählen dieses Mal der Künstler Tim Adam aus Kählstorf, Illustrator Torsten Bahr aus Lübeck und die Offener-Kanal-Redakteurin Kerstin Wehrmann aus Lübeck.

Experience ist dieses Jahr die Alternative zu dem äußerst beliebten Möllner Stadtspiel, das alle zwei Jahre rund 300 Kinder anlockt, aber eigentlich auch ganz anders. Diese Ferienaktion läuft zum zweiten Mal und richtet sich eher an etwas ältere Kinder und Jugendliche und ist komplett anders konzipiert als das beliebte Stadtspiel, erläutert die Projektleiterin im Kreisjugendring, Ute Ostendorf (57). „Wir wollen den jungen Teilnehmern die Gelegenheit geben, mit ihren Aktivitäten in dieser Woche in die Tiefe zu gehen“, ergänzt sie. In Kooperation mit der Gemeinde Lütau verbringen die Kinder und Jugendlichen acht Tage lang nicht nur eine möglichst amüsante Ferienfreizeit, sie wollen und sollen sich auch gesellschaftlich engagieren. Von der Sanierung der Schulteichlandschaft bis zur künstlerischen Gestaltung der grauen Außenwand eines landwirtschaftlichen Betonsilos außerhalb der Gemeinde. In elf so genannten Themen-Camps beschäftigen sich die jungen Teilnehmer unter teils externer fachlicher Anleitung mit verschiedenen Inhalten oder erstellen Produkte, die diese Ferienwoche überdauern sollen. Daher lautet auch das Experience-Motto „Spuren hinterlassen“.

Auf der Agenda der Camps stehen ein Skulpturenpark, ein Barfuß-Pfad, ein Theaterstück, Radiosendungen, Kurzfilme, Insektenhotels, ein „Experience-Rap“ und vieles mehr. Der Grundtenor des Projektes lautet „Ich für mich und wir fürs Herzogtum“, erläutert Ute Ostendorf. Nach etwa sechseinhalb Stunden täglicher „Arbeitszeit“ ist abends Entspannung und Vergnügen angesagt, bevor es dann im Rahmen eines strikten Planes spätestens gegen 23 Uhr wieder in die Betten geht. Die Projektleiterin zeigt mit einem Kuli auf den bunt unterlegten Wochenplan: In diesen Tagen ist alles genau organisiert, inklusive Frühstück, Mittag und Abendessen, das jeweils in der Schule Lütau eingenommen wird, wo die Kinder und die 33 Betreuer auch nächtigen. Die Kosten für das Experience-Ferienprojekt werden durch Sponsoren aus der Wirtschaft sowie durch Zuschüsse von Kreis und Bund und vor allem durch die Teilnehmergebühren in Höhe von 140 Euro pro Person getragen. Unter den Teilnehmern sind viele zum zweiten Mal dabei. Kaum vertreten sind Kinder aus Migranten- und Flüchtlingsfamilien. „Da gibt es wenig Nachfrage“, räumt Ute Ostendorf ein.

Matthias Wiemer

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