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Lauenburg Spende für Rüdiger Nehberg
Lokales Lauenburg Spende für Rüdiger Nehberg
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09:28 15.09.2018
Sylvia Schütt hatte zwei Jahre lang für die Organisation "Target" von Rüdiger Nehberg gesammelt. Insgesamt waren jetzt 1531,18 Euro in der Holzbox Quelle: Jens Burmester
Linau

Beim ersten Mal hatte Silvia Schütt im Jahr 2014 genau 1144,77 Euro für Rüdiger Nehberg und seine Organisation „Target“ gesammelt. In den vergangenen zwei Jahren hat die engagierte Frau eines Linauer Tischlermeisters erneut gesammelt und gemeinsam mit Rüdiger Neberg und ihrem Mann Gerhard die Spendenkiste geöffnet. Was dabei herauskam, war mehr als nur aller Ehren Wert. Der damalige Betrag konnte noch einmal deutlich übertroffen werden. Satte 1531,18 Euro zählten Nehberg und Silvia Schütt gemeinsam und waren total sprachlos.

Das Geld will Nehberg wie schon vor vier Jahren für eine Geburtsklinik in Äthiopien verwenden. Dort waren damals von den Spendengeldern, die Schütt gesammelt hatte, drei Schwesternzimmer eingerichtet worden. Inzwischen, erläutert Nehberg, sei die Klinik am Rande der Danakil-Wüste nicht nur gewachsen, sondern man habe schon zwei moderne Operationssäle eingerichtet. Gesammelt habe sie bei allen möglichen Freunden, bei Bekannten aber auch zu Firmen in der Umgebung sei sie gegangen, habe um Spenden gebeten. Und die hätten sie nicht weggeschickt, sondern alle auch einen Beitrag in die hölzerne Kiste gesteckt, freut sich Silvia Schütt. „Es kommt ja nicht auf die einzelne Spende an, auch nicht, ob sie groß oder klein ist. Wichtig ist, dass gespendet wird“, so Schütt.

Die Freude über die große Summe war auch bei Rüdiger Nehberg groß. „Wir kämpfen dort in Äthiopien immer noch gegen die Genitalverstümmelung der Frauen. Dort hat man zwar diesen „Brauch“ per Stammesgesetz verboten, aber das wird trotzdem bis heute noch praktiziert“, erklärte Nehberg. Er habe gedacht, das sei jetzt vorbei, denn ein Stammesgesetz sei dort höher angesiedelt als alles andere. Doch leider werde das Gesetz immer noch nicht befolgt. Er werde mit seiner Organisation weiter gegen diese Genitalverstümmelungen kämpfen.

Nehberg und Tischlermeister Gerhard Schütt und seine Familie kennen sich schon seit mehr als 30 Jahren. Seither ist Schütt oft für Nehberg tätig gewesen. Aus dieser Geschäftsbeziehung ist schon längst eine Freundschaft geworden. Silvia Schütt will auch in den kommenden Jahren weiter sammeln und das Geld dann weiterhin für diesen Zweck zur Verfügung stellen.

Jens Burmester

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