Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg 16 Millionen für den ländlichen Raum
Lokales Lauenburg 16 Millionen für den ländlichen Raum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:45 11.11.2013
Zogen Bilanz: Jürgen Wittekind, Rainer Voß, Kathrin Payne- Schultz. Quelle: fg
Ratzeburg

Der bürokratische Aufwand, die Papierschlacht, hat sich gelohnt: Die Aktivregion Herzogtum Lauenburg Nord hat in sechs Jahren Investitionen von 16 Millionen Euro angeschoben. Ausgangspunkt dafür sind Fördergelder von der Europäischen Union. Der Vorstand des Vereins um den Vorsitzenden Rainer Voß hat im Ratzeburger Rathaus Bilanz gezogen. 50 geförderte Einzelprojekte wurden realisiert. Die Bandbreite reicht dabei von einem barrierefreien Zugang für die Grambeker Kapelle (Fördersumme: 2860 Euro) bis hin zum Bau der Jugendherberge Ratzeburg (750 000 Euro Fördersumme). Die erste Förderperiode (2007 bis 2014) ist bald vorüber.

„Viele stöhnen über den bürokratischen Aufwand. Doch was am Ende herausgekommen ist, kann sich sehen lassen“, sagte Voß. Die ausgezahlte Förderung für die Projekte inklusive der beiden Leuchtturmprojekte Jugendherberge Ratzeburg und Naturparkzentrum Uhlenkolk in Mölln liegt bei etwa 3,5 Millionen Euro. Den Rest stemmten die Gemeinden und Ämter selbst. Im Zentrum der ablaufenden Förderperiode stand das Themenfeld „touristische Entwicklung“ und die Auseinandersetzung mit dem „demographischen Wandel“.

Die subventionierten Projekte zur Entwicklung des ländlichen Raumes in der Förderperiode ab 2015 sollen aus vier Bereichen kommen: „Klimawandel und Energie“, „nachhaltige Daseinsvorsorge“, Wachstum und Innovation“ sowie „Bildung und Ausbildung“.

„Wir haben eine sehr stabile Region — auch im Landesvergleich wird das deutlich“, sagte der Regionalmanager Jürgen Wittekind, Mitarbeiter des „Instituts Raum & Energie“ in Wedel. Zusammen mit Kathrin Payne-Schultz aus der Stadtverwaltung in Mölln, die sich um die administrativen Belange der Aktivregion kümmert, besuchte eine Delegation des Vereins kürzlich die realisierten Projekte, um sich ein Bild über deren Vorankommen zu machen. Im Frühjahr 2014 wird es einen zweitägigen Workshop geben, bei dem die Mitglieder des Vereins sich für die kommende Förderperiode aufstellen wollen.

Die Zusammenarbeit in der Aktivregion Nord bringt den Gemeinden im Nordkreis nicht nur finanzielle Vorteile: Wittekind: „Wir profitieren zunehmend von einem guten Netzwerk und nutzen Synergieeffekte.“ Ein Beispiel: Der geförderte Milchhof Albers in Sterley liefert Produkte in die geförderte Küche der Kindertagesstätte in Buchholz.

• Alle Projekte auf www.aktivregion- nord.de

EU-Fördermittel für kleine Gemeinden im Nordkreis
Die größten Investitionen und damit die höchsten Fördergelder generierte bei den Ämtern im Norden das Amt Lauenburgische Seen ( Zuschüsse: 614 000 Euro). Das Gemeinde- und Informationszentrum Salem wurde aufgebaut, der Ausbau der Küche der Kita Buchholz wurde realisiert.
Im Amt Sandesneben-Nusse (Zuschüsse: 595 000 Euro) wurde etwa die Sanierung des Freibades Steinhorst umgesetzt. Labenz finanzierte eine Machbarkeitsstudie zur Biogaswärmeversorgung.

Das Amt Berkenthin rangiert bei dem Ämtern von der generierten Fördersumme (350 000 Euro) her auf dem dritten Rang. Dort wurde in die Beschilderung der Radwege investiert.
Klinkrade finanzierte mit Hilfe von Zuschüssen eine Machbarkeitsstudie für ein Biomassekraftwerk. Der Aufbau der privaten Gärtnerei Bliestorf wurde ebenfalls unterstützt.

Florian Grombein

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!