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Lauenburg 17-jähriger Schwimmer nach Bad in See vermisst
Lokales Lauenburg 17-jähriger Schwimmer nach Bad in See vermisst
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14:04 26.06.2017
Einsatzkräfte suchen an einem Badesee in Müssen nach einem vermissten Schwimmer. Quelle: Timo Jann
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Müssen

Bei dem Jugendlichen handelt es sich um einen Flüchtling aus Libyen, der in der Geesthachter Jugendherberge lebte. Dort geht man nicht davon aus, dass er sich abgesetzt haben könnte, weil gerade erst auch sein Cousin eingezogen war. Der Verein für soziale Dienste betreut dort unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Um 23.41 Uhr alarmierte die Leitstelle nach einem Notruf einer Betreuerin die ersten Einsatzkräfte. „Eine Gruppe von 16 Flüchtlingen war zum Schwimmen in den See gegangen, nur 15 kamen wieder raus“, berichtete Einsatzleiter Ingwer Paulsen. „Wir haben dann gleich Kräfte nachgefordert, um den See komplett absuchen zu können“, sagte er. Im Einsatz waren neben der Feuerwehr auch Mitglieder der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft, des DRK und die Polizei mit Personenspürhunden – insgesamt 158 Einsatzkräfte mit 59 Fahrzeugen und acht Booten aus der Region.

Trotz des großen Aufgebots und sechsstündiger Suche auf dem Wasser, im Wasser und entlang des teils unwegsamen Ufers blieb der Vermisste aber verschwunden. Auch zehn Suchhunde, ein Sonar, eine Wärmebildkamera und drei Nachtsichtgeräte brachten keinen Erfolg. Morgens wurde die Suche abgebrochen. Erkenntnisse, dass der Jugendliche unbemerkt aus dem Wasser gestiegen und abgehauen sein könnte, hat die Polizei bisher nicht, kann es aber auch nicht ausschließen. Allerdings lagen die Kleidung und das Smartphone des Jugendlichen am Badestrand der Lagune.

Wegen sprachlicher Verständigungsprobleme ist es laut Meier zurzeit nicht ganz einfach, den Hergang zu rekonstruieren. „Wir werden einen Schritt nach dem anderen machen“, so Meier. Deshalb sei auch noch unklar, ob und wann Polizeitaucher zum Einsatz kommen würden. Die Taucher von Feuerwehr und DLRG haben ihren Einsatz beendet, sie sind nur für Rettungen zuständig. Gegen die Betreuer des Jugendlichen werde bisher nicht ermittelt, so Meier.

Das in einer ehemaligen Kiesgrube angelegte Gewässer ist bis zu 19 Meter tief und in einigen Bereichen mit Wasserpflanzen versehen. „Außerdem gibt es einige Meter vor der durch uns markierten Badestelle eine steile Abbruchkante, die natürlich Gefahr birgt. Für ungeübte Schwimmer ist der See riskant“, so Monika Retzlaff. Trotzdem ist die Badelagune Müssen bei den Menschen wegen der guten Wasserqualität sehr beliebt.

Der Vermisste soll den markierten Schwimmbereich verlassen haben, als er plötzlich verschwand. Der junge Libyer wäre das erste Todesopfer in der Badesaison 2017 in der Region

Timo Jann

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