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Lauenburg 20 Jahre Folkclub Mölln: Jubiläum im Geiste der Toleranz
Lokales Lauenburg 20 Jahre Folkclub Mölln: Jubiläum im Geiste der Toleranz
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21:47 15.11.2016
Der Spielkreis des Möllner Folkclubs wird auch am Jubiläumstag aktiv sein.
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Mölln

Am kommenden Sonnabend steigt die große Geburtstagsparty. Als Reaktion auf die Möllner Brandanschläge wurde der Folkclub Herzogtum Lauenburg vor 20 Jahren durch Uwe Thomsen und Manfred Kerl gegründet. In der lauenburgischen Folkszene ist der Verein mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Die Räume der Lohgerberei und des Stadthauptmannshofes füllt er mit musikalischen Abenden im Geiste der Toleranz und des interkulturellen Austausches.

Nach Brandanschlägen wurde Verein für interkulturellen Austausch gegründet – Mitglieder blicken im Stadthauptmannshof auf zwei Jahrzehnte Arbeit zurück.

Jubiläumsfeier

Am Sonnabend, 19. November feiert der Folkclub sein 20-jähriges Jubiläum im Stadthauptmannshof. Ab 19.30 Uhr wird musiziert, gesungen und getanzt.

Auf der Bühne stehen unter anderem Klaus Irmscher, Fritz Hermann, Lorenz Stellmacher, Danzfolk und der Spielkreis des Folkclubs. Der Eintritt ist frei.

„Nicht zu verwechseln mit volkstümlicher Musik. Die machen wir hier nicht, sondern internationale Folkmusik aus unterschiedlichen Kulturen“, erklärt Uwe Thomsen, der zweite Vorsitzende des Vereins.

Der 65-Jährige spielt selbst Geige in der Gruppe Danzfolk, die auch am Jubiläumsabend auftreten wird. Außerdem ist er Tanzanleiter, sozusagen der erste auf der Tanzfläche, der Menschen zum Mitmachen bewegt und Schritte vorzeigt. In den vergangenen 20 Jahren ist das Programm gewachsen: Zu den folkloristischen Melodien kamen Tänze. „Schließlich gehören Tanz und Musik zusammen“, sagt Christiane Engel, die erste Vorsitzende des Folkclubs und selbst begeisterte Tänzerin. Pro Jahr gibt es vier Tanzabende und ein integratives Tanzhaus, eine Veranstaltung für Menschen mit und ohne Behinderung.

Die Nachfrage nach Folkmusik sei da, der Verein habe vor 20 Jahren damit einen Nerv getroffen. Mindestens 40 Besucher kommen regelmäßig zu Konzerten in die Lohgerberei. Sollten bis zu 120 Besucher erwartet werden, treten die Bands im Stadthauptmannshof auf. Den Medaillonsaal bekommt der Verein durch seine Kooperation mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

„So viele Bands, wie sich bei uns anmelden, können wir gar nicht auftreten lassen. So manche musste schon weggeschickt werden“, sagt Uwe Thomsen. Und nicht jede sei für das Publikum geeignet. Ein bisschen Gitarre klimpern reiche nicht: „Die Musiker müssen uns begeistern“, sagt Engel. Die 65-Jährige organisiert die Auftritte, von der Auswahl der Bands bis zur Verpflegung der Musiker.

„Letztens haben Musiker bei mir übernachtet. Das war toll. Wir haben am Morgen zusammen gejammt. An solchen Gelegenheiten kann ich mein Englisch wieder einmal auspacken“, sagt Thomsen. Und das sei von Anfang an das Ziel gewesen: Durch diesen Verein sollen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen gebracht werden.

Viele der Musiker, die auf der Bühne des Folkclubs stehen, kommen aus Skandinavien. „Keltische Musik habe ich gern“, erzählt Engel. Uwe Thomsen fehlen mehr osteuropäische Folkkünstler. Und Christiane Engel wünscht sich für die Zukunft einmal eine afrikanische Band in Mölln.

Mehr Informationen über den Verein auf www.folkclubmoelln.de

 Stefanie Ender

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