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Lauenburg 2015 war arbeitsreiches Jahr für die Amtswehr
Lokales Lauenburg 2015 war arbeitsreiches Jahr für die Amtswehr
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20:28 18.04.2016

Anlässlich der Jahreshauptversammlung der Amtsfeuerwehr Hohe Elbgeest berichtete Wehrführer Ralf Kreutner aus dem abgelaufenen Jahr 2015, einem Jahr mit vielen Änderungen und Neuerungen. Obwohl schon zum 1. Januar 2015 ein neues Brandschutzgesetz in Kraft getreten ist, dauerte es bis kurz vor Weihnachten, bis die neuen Mustersatzungen den örtlichen Feuerwehren vorlagen. Diese sollten dann in wenigen Wochen bis zum 31. März 2016 durch die Mitgliederversammlungen beschlossen werden. „Über die Handhabung dieser Satzung kann man meiner Meinung nach den Kopf schütteln“, erklärte Kreutner. „Deshalb hat der Vorstand des Kreisfeuerwehrverbands eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die Vorschläge zur Verbesserung ausarbeiten und dem Innenministerium vorlegen wird.“

Der Einbau der digitalen Endgeräte in die Löschfahrzeuge soll bis Ende 2016 erfolgen, die Schulungen der Kameraden werden zeitnah vor der Umstellung abgehalten werden. Anhand neuer Datenpflege und -verwaltung wird die Aktualität der Daten erhöht und die Tagesverfügbarkeit der Kameraden transparent. Im Bereich der am Tage einsatzbereiten Kräfte setzt der Amtswehrführer auf die Arbeitgeber, die die ehrenamtlichen Retter und Helfer großzügig freistellen.

2015 gab es 349 Einsätze (2014: 233 Einsätze) im Amtsgebiet. Darunter waren 39 Brände inklusive eines Großbrandes sowie 110 Wetterschäden oder Lenzeinsätze. 30 Mal wurde nachbarliche Löschhilfe geleistet. Insgesamt konnten 30 Personen gerettet werden, drei wurden leider tot geborgen. Im vergangenen Jahr wurde wieder eine gemeinsame Übung aller Feuerwehren des Amtes und einiger benachbarter in Hamwarde durchgeführt. Es galt drei Einsatz-Szenarien abzuarbeiten. In den einzelnen Einsatzabschnitten wurde die Zusammenarbeit der Wehren geübt. Ein Schwerpunkt lag auf der Brandbekämpfung und der Wasserförderung.

Als weitere Aktivitäten und Veranstaltungen nannte Kreutner das Amtsfeuerwehrfest im Juni, das erstmals von zwei Wehren, Aumühle und Wohltorf, und erstmalig in Wohltorf durchgeführt wurde. Kreutner dankte allen an der Organisation beteiligten Leuten. Am Sankt Florianstag, 4. Mai, wurde ein Feuerwehrgottesdienst gefeiert. Die jährliche Funkübung wurde von der Feuerwehr Worth durchgeführt, die auch die Übungs- und Ausbildungsfahrt organisierte. Auch im vergangenen Jahr wurde wieder ein Anwärterlehrgang mit den Feuerwehren Geesthacht, Grünhof -Tesperhude und Wentorf durchgeführt mit mehr als 20 Teilnehmern. Im Sommer fand die Tagesübung hinter dem Kernkraftwerk Krümmel statt.

Auf der Versammlung wurden durch das Vorstandsmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes Sven Stonies für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst Hans-Heinrich Dähn und Volker Scharnberg, beide aus Hamwarde, das Brandschutzehrenzeichen in Gold überreicht. Für besondere Dienste auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens wurde der langjährige stellvertretenden Wehrführer Uwe Schack, Worth, mit dem Schleswig-Holsteinischen Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet.

Zahlen und Fakten

In den Amts-Feuerwehren versehen derzeit 369 aktive Kameradinnen und Kameraden ihren Dienst. In sechs Jugendwehren sind 104 Jugendliche in der Ausbildung. Insgesamt gibt es 78 Mitglieder in den Ehrenabteilungen.

Das Durchschnittsalter liegt bei 39,5 Jahren, der Frauen-Anteil bei 7,5 Prozent. Bei den Jugendlichen liegt das Durchschnittsalter bei 13,4 Jahren, der Mädchen-Anteil bei 20,4 Prozent. In Aumühle wurde erfolgreich die erste Kinderfeuerwehr im Amt eingeführt.

LN

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