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Lauenburg 3000 Euro für die Tafeln
Lokales Lauenburg 3000 Euro für die Tafeln
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19:12 31.01.2018
Tafeln freuen sich über die 3000-Euro-Spende von den Vereinigten Stadtwerken (VSG) von links: Walter Herbers und Bertram Vetter (beide Tafel Bad Oldesloe), VSG-Geschäftsführer Heinz Grothkopp, Wolfgang Wagner (Tafel Mölln) und Hans-Jürgen Plath (Tafel Ratzeburg). Quelle: Foto: Matthias Wiemer
Ratzeburg

Es hat Tradition, dennoch ist jedes Mal im Frühjahr die Freude bei den Tafeln groß: Seit Jahren schon denken die Beschäftigten der Stadtwerke aus den Städten Ratzeburg/Mölln/Bad Oldesloe, die zur VSG zusammengeschlossen sind, bei ihrem munteren Beisammensein in der Vorweihnachtszeit auch Menschen, die nicht so viel Grund zum Feiern haben – die Kundschaft der Tafeln . Tradition auch: Die Geschäftsführung rundet die Spendensummen auf, sodass in diesem Jahr 3000 Euro zusammenkamen, 1000 Euro für jede Einrichtung.

Geld, dass die ausschließlich ehrenamtlich organisierten Tafeln, die nicht mehr verkaufbare, aber noch einwandfreie Lebensmittel an Bedürftige verteilen, gut gebrauchen können. Denn auch, wenn die Tafeln in den jeweiligen Kommunen hohe Anerkennung für ihre Arbeit erfahren, die materielle Unterstützung ist weit weniger ausgeprägt, als es sich die Organisatoren wünschen würden.

„Wir können immer Hilfe auch in Form von Geld gebrauchen“, sagt Wolfgang Wagner von der Möllner Tafel. Hier fehlt ein Kühlbehälter, dort eine Lagerstätte, woanders wird bald ein neues Lieferfahrzeug fällig. Oder ein holpriger Weg zwischen Park- und Lagerplatz müsste dringend mal gemacht werden. Denn man dürfe nicht vergessen, betonen die Tafel-Vertreter: Die meisten der freiwilligen Helfer sind im Ruhestandsalter und Frauen. Da könne nicht mehr die Frische und die Kraft der zupackenden Hand junger Leute erwartet werden.

Die Tafeln haben aber noch andere Probleme, grundsätzliche. „Wir sind eine Einrichtung, bei der man die zunehmend auseinander gehende Schere zwischen Arm und Reich spüren und sehen kann“, betont Bertram Vetter von der Bad Oldesloer Tafel. Die Klientel habe sich über die Jahre verändert, sagt er. Verstärkt gehörten auch jüngere deutsche Familien zur Tafel-Kundschaft, „Menschen, die allmählich wegen sinkender oder stagnierender Einkommen und rapide steigenden Mieten aus dem Mittelstand fallen und mit ihrem Haushaltsgeld nicht mehr auskommen.“ Zudem haben die Tafeln auch mit geänderten Einkaufs- und Lagerkonzepten der Märkte zu kämpfen, die selbst verstärkt Waren von begrenzter Haltbarkeit günstiger anböten. Diese fielen dann für die Tafeln weg.

Hans-Jürgen Plath von der Ratzeburger Tafel wünscht sich von der Stadt Ratzeburg, dass die Unterstützung etwa von Bürgermeister Rainer Voß, nicht nur ideell, sondern auch in materieller Hinsicht spürbar würde. So suche die Ratzeburger Tafel (LN berichteten) eine neue und besser geeignete Lagerstätte. Deshalb habe es jetzt sogar eine Streikaktion gegeben, um öffentlich auf das Problem aufmerksam zu machen.

Die Tafeln

Bad Oldesloe wird von etwa 50 Helferinnen und Helfern betrieben, die wöchentlich an die 900 Menschen mit Lebensmitteln versorgen.

In Ratzeburg arbeiten etwa 50 Frauen und Männer ehrenamtlich mit und helfen rund 120 Menschen pro Woche.

Die Tafel Mölln hat etwa 40 Ehrenamtliche, die für rund 700 bedürftige Menschen in der Woche tätig sind.

Matthias Wiemer

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