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Lauenburg 40 000 neue Bäume für den Geesthachter Stadtwald
Lokales Lauenburg 40 000 neue Bäume für den Geesthachter Stadtwald
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21:23 23.11.2016
Dort, wo ein Minibagger mit großem Spaten den Boden geöffnet hat, wird von Hand eine junge Buche eingesetzt, und das etwa alle 1,3 Meter. FOTOS: TIMO JANN

. Im Geesthachter Stadtwald ist jetzt Pflanzzeit: Insgesamt 40000 Buchen werden zurzeit unterhalb der Ökosiedlung auf dem Heinrichshof und oberhalb der Sportanlage an der Berliner Straße sowie im Bereich Hoopmersgrund zwischen Höchelsberg und Spakenberg gepflanzt. Die Buchen haben einen norddeutschen Ursprung und sollen helfen, das Wachstum der eingeschleppten spät blühenden Traubenkirsche zu unterdrücken.

Förster André Guiard zeigt ein Zehnerbund Buchen, wie sie im Stadtwald gepflanzt werden.

Förderung der Aktion

Die Kosten der Aktion in Höhe von 76000 Euro werden der Stadt zu einem großen Teil durch die Landwirtschaftskammer aus dem Programm „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“

erstattet.

„Bereits seit Jahren läuft dieses Pflanzprogramm gegen die Traubenkirsche, das in den Abteilungen, in denen wir begonnen hatten, bereits sehr gute Erfolge aufweist“, erklärt André Guiard. Der Hamwarder Förster betreut im Auftrag der Stadt auch den Stadtwald und koordiniert in Absprache mit dem städtischen Umweltamt die Pflanzungen. „Die Buche vermag als einziger Baum die spät blühende Traubenkirsche zurückzudrängen, die sich auch im Stadtwald als hartnäckiges ,Forstunkraut' ausgebreitet hat“, berichtet Ulrike Stüber vom Umweltamt. Die Buchen sorgen mit ihrem Laub für einen schattigen Boden, den die Traubenkirsche nicht mag.

Der Stadtwald reicht von Besenhorst an den Heidbergen entlang bis in den Hoopmersgrund. In dem nach dem Zweiten Weltkrieg aufgeforsteten Nadelwald hatte sich auch die Traubenkirsche breit gemacht.

Ziel ist es, einen Laub-Mischwald mit heimischen Gehölzen in vielfältiger und naturnaher Form zu schaffen. Der Wald soll den Herausforderungen des Klimawandels mit Trockenheiten, Starkwinden und extremen Regenfällen gewachsen sein.

„Wir lassen fünfjährige Buchen pflanzen, die bereits eineinhalb Meter groß sind. Zum Pflanzen setzen wir wie in den Vorjahren wieder einen Minibagger ein. Dadurch kommen wir mit den Wurzeln tief in die Erde, so dass die neuen Bäume optimal anwachsen können“, erklärt Guiard. Er hofft jetzt zeitnah auf Regen. Die Ausfallquote in den bereits bearbeiteten Flächen liegt bei weniger als zehn Prozent.

„ Wir haben wieder das bewährte Team für die Maßnahme im Einsatz“, berichtet Guiard gut gelaunt über die zügigen Arbeiten. Ohne neue Buchen bleibt nach Abschluss der Aktion nur noch ein kleiner Waldbereich gegenüber der Elbhöhe.

Timo Jann

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