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40 Bürger nutzen Dialogangebot

Geesthacht 40 Bürger nutzen Dialogangebot

Ministerium hofft bei Bürgerbeteiligung auf neue Infos.

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Pieter Wasmuth ist Generalbevollmächtigter für Vattenfall Nord.

Quelle: Marohn

Geesthacht. Etwa 40 Bürger sind zur zweiten Infoveranstaltung zum Antrag auf Abbau des Kraftwerkes Krümmel in den Geesthachter Oberstadt-Treff gekommen. Im Mittelpunkt standen auch die rechtlichen Grundlagen für mögliche Einwendungen von Bürgern im bevorstehenden Verfahren. An diese werde die Atomaufsicht „keine hohen juristischen Anforderungen“ stellen, versprach Ministeriumsreferent Niels Ortlepp. Auch werde alles, was irgendwie als Einwendung gedeutet werden könne, als solche behandelt. Bei den Anregungen gehe es für das Ministerium auch „um Infos, die man sonst vielleicht nicht hätte“.

Ein Schwerpunkt der Nachfragen war die mögliche Nachnutzung. „Könnte man nicht Teile der Anlage nachnutzen?“, fragte Bettina Boll, eine Aktivistin der ersten Stunde. Schließlich bleibe der Ort, was er ist: ein Atomstandort. Aus Sicht von Vattenfall bleibe nach dem Reinigen der Gebäude durch Entfernen der verstrahlten Materialschichten angesichts abgerundeter Ecken und Kanten nichts Nutzbares übrig. „Wenn wir das stehen lassen, ist das nicht mehr schick. Das sieht dann nicht mehr so aus, dass man das sinnvoll nachnutzen kann“, sagte Vattenfall-Geschäftsführer Dr. Ingo Neuhaus. Ziel sei, alles so weit durch diese Methode zu reinigen, dass das Material aus der atomrechtlichen Verantwortung entlassen werden könne.

Wiederholt ausweichend reagierte Vattenfall-Chef Pieter Wasmuth auf Nachfragen von Anwohner Thomas Wüppesahl, ob es rein theoretisch technisch noch möglich wäre, den Reaktor doch wieder in Betrieb zu nehmen. Diese Frage stelle sich nicht, da die Rechtslage klar sei und es einen politischen Konsens aller Parteien gebe, aus der Atomkraft auszusteigen. Hartmut Haberland wollte wissen, wo der Bauschutt abbleibe. Wasmuth versicherte: „Wir sind hier in Deutschland. Da bleibt nichts irgendwo liegen.“ Auch könne ohne Genehmigung der Atomaufsicht nichts aus dem Kernkraftwerk herausgebracht werden.

• Mehr Infos im Internet: www.perspektive-kruemmel.de

LN

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