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Lauenburg 75-Jähriger nach Osterfeuerbesuch in Roseburg ertrunken
Lokales Lauenburg 75-Jähriger nach Osterfeuerbesuch in Roseburg ertrunken
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10:55 08.01.2013
Eine Bootsbesatzung der Freiwilligen Feuerwehr Güster barg die Leiche des Mannes aus dem Mühlenteich und brachte sie an Land. Quelle: Christian Nimtz

Eine Bootsbesatzung der Feuerwehr Güster barg die Leiche am Sonntagabend aus dem etwa ein Meter tiefen Gewässer, nachdem mehrere Rettungshunde dort angeschlagen hatten.

Am Sonntagvormittag hatte die Ehefrau und Bekannte des Opfers den Mann als vermisst gemeldet. „Dieser sei am Samstagabend nach dem Osterfeuerbesuch in der Gemeinde nicht mehr zurückgekehrt“, sagte ein Polizeisprecher. „Der 75-jährige Roseburger wurde von Zeugen am Sonntagabend das letzte Mal auf dem nach Hause gegen 23:40 Uhr gesehen. Freunde und Bekannte des Mannes machten sich mit der Polizei am Ostersonntag auf die Suche nach dem Vermissten.

Weil die Suche bis zum frühen Abend erfolglos blieb, wurden nach Rücksprache mit der Polizei um 19:35 Uhr die drei Freiwilligen Feuerwehren aus Roseburg, Güster und Siebeneichen sowie die Rettungshundestaffel der Kreise Stormarn und Lauenburg bestehend aus Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsche Rote Kreuz (DRK) und den Johannitern alarmiert.

„Bei der Personensuche unterstützten wir die 45 Einsatzkräfte der Feuerwehren mit 19 Rettungshunden und 30 Personen“, sagte Knut Harder von der Rettungshundestaffel. Auch einige extra ausgebildete Wasserortungshunde standen für die Suche auf dem Wasser bereit. Die Einsatzkräfte ließen ein Rettungsboot der Feuerwehr Güster zu Wasser und suchten zusätzlich zu den Rettungshunden mit mehreren kleinen Gruppen nach den Vermissten am Rande des Teichs.

„Weil dieses sich teilweise äußerst schwierig gestaltete, haben wir damit begonnen, dass Wasser aus dem Mühlenteich abzulassen“, sagte Feuerwehreinsatzleiter Detlef Lübke. „Während dieser Aktion hatten gleich mehrere Flächensuchhunde am Uferbereich angeschlagen“, sagte Knut Harder. Der 75-Jährige wurde daraufhin kurze Zeit später mittig im Mühlenteich treibend entdeckt. Die Bootsbesatzung übernahm die Bergung des Mannes.

„Auch dieser Fall zeigt exemplarisch, dass es oftmals bei Vermissten oder abgängigen Personen viel sinnvoller wäre, die Rettungshundestaffel viel frührer zu alarmieren, auch wenn wir bei diesem Einsatz vermutlich auch nichts am tragischen Ende hätten ändern können“, sagte Knut Harder.

Dem alarmierten Möllner Notarzt blieb nur noch die traurige Aufgabe, den Tod des Mannes festzustellen. Seine Ehefrau wurde von einem Notfallseelsorger betreut. Wie genau das Unglück passierte ist noch unklar. Die Polizei und die Beamten des Zentralen Kriminaldauerdienstes (ZKD) aus Lübeck gehen nach derzeitigem Ermittlungsstand von einem Unglücksfall aus.

Christian Nimtz

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