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Lauenburg 800 Feuerwehrleute machen Schwarzenbek sicher
Lokales Lauenburg 800 Feuerwehrleute machen Schwarzenbek sicher
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20:37 20.10.2017
Erster Tag der Rescue-Days – und gleich wurden Dutzende Übungsautos von den internationalen Teilnehmern zerlegt. Quelle: Fotos: Timo Jann
Schwarzenbek

150 von ihnen, die von der Schwarzenbeker Feuerwehr erwartet werden, kommen aus 20 Ländern von allen Kontinenten der Erde. Schwarzenbek dürfte zurzeit die sicherste Stadt Norddeutschlands sein.

In Schwarzenbek haben gestern die Rescue-Days begonnen. Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig begrüßte an der Buschkoppel Feuerwehrleute aus aller Welt, die noch bis Sonntag an der Ausbildungsveranstaltung teilnehmen. 800 Teilnehmer werden bis dahin Gäste der Schwarzenbeker Brandschützer sein.

„Es ist großartig, der erste Tag ist wunderbar gelaufen“, freute sich Feuerwehrchef Thorsten Bettin über den reibungslosen Ablauf zum Auftakt der Rescue-Days. Die sind die weltweit größte Ausbildungsveranstaltung für Feuerwehrleute. Teilnehmer wie Ausbilder sind international. Gerry Klaus beispielsweise, Trainer der Firma Weber Rescue Systems, kommt aus Amerika. „Wir gehen manchmal ganz anders vor als die Teilnehmer etwa hier aus Deutschland. Aber zusammen erfahren wir dann, welche Möglichkeiten es gibt, um einen Menschen aus einem Unfallwagen zu retten. Es ist gut, vorbereitet zu sein und nicht nur einen Weg zu kennen, um ans Ziel zu kommen“, sagte er.

Markus Gültzow von der Feuerwehr Berlin war von der ersten Einheit mit Klaus restlos begeistert. „Ich bin schwer beeindruckt. Die Theorie war informativ, aber nicht zu lang, und der praktische Teil lässt sich kaum toppen“, sagte er. 20 Berliner Retter sind in Schwarzenbek dabei – wegen der relativ kurzen Anbindung über die Autobahn 24, sind die RescueDays 2018 doch im Saarland.

Vor drei Jahren hatten Bettin und Jan Piossek, Zugführer der Schwarzenbeker Wehr, erstmals zur Firma Weber Kontakt aufgenommen und sich dann um die Ausrichtung der RescueDays beworben. Im Frühjahr 2016 kam der Zuschlag. „Seit dem haben wir unzählige Stunden in die Organisation gesteckt. Aber unsere Kameraden und all die Helfer, die uns von anderen Wehren unterstützen, erleben hier hochklassige Ausbildung hautnah, das ist doch unbezahlbar“, sagte Bettin. Ein stabsmäßiges Organisationsteam, wie es sonst im Katastrophenfall üblich ist, wurde für eingerichtet.

Etwa 250 Ehrenamtliche unterstützen den Ablauf an der Buschkoppel bis Sonntag. Dann laufen von 11 bis 17 Uhr zusätzlich an der Compestraße ein öffentlicher Zuschauertag und eine Fachmesse im Rahmen der RescueDays. „Wir wollen die Chance nutzen, uns zu präsentieren, vielleicht motiviert das ja auch noch den einen oder anderen Besucher, bei uns aktiv mitzumachen", erklärte Bettin.

tja

LN

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