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Lauenburg A 24: Markierungsarbeiten laufen auf Hochtouren
Lokales Lauenburg A 24: Markierungsarbeiten laufen auf Hochtouren
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21:14 28.07.2016
Auf der A 24 werden ab sofort die teils provisorischen und teils verschlissenen Fahrbahnmarkierungen erneuert. Quelle: Jens Burmester
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Gudow/Talkau

Auf der Autobahn 24 in Stormarn und im Kreis Herzogtum Lauenburg wird seit gestern die Fahrbahnmarkierung der Zukunft aufgetragen:

Auf der A 24 wird zum ersten Mal die teure, aber extrem haltbare Fahrbahnmarkierung aufgetragen.

Dreimal so teuer, aber auch dreimal so haltbar wie herkömmliche Beschichtungen. Mehr als drei Millionen Euro nimmt das Land dafür in die Hand. Damit neigt sich die grundhafte Sanierung der Berlin-Autobahn nach nunmehr 15 Jahren Bauzeit dem Ende zu.

Auf insgesamt 26 Kilometern Länge werden derzeit die teils provisorischen und teils verschlissenen Fahrbahnmarkierungen erneuert. Jens Sommerburg, Leiter der Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) sagte: „Bei dieser Baumaßnahme handelt es sich um eines der derzeit bundesweit aufwändigsten Projekte dieser Art. 70 Kilometer Markierungsfolie mit einer Breite von 15 Zentimeter für die mittlere Markierung zwischen den Fahrstreifen und den Fahrbahnrand an der Mittelschutzplanke sowie 50 Kilometer Folie mit einer Breite von 30 Zentimetern für den Seitenstreifen werden in diesen Tagen aufgebracht.“ Die Folie mit der Bezeichnung „A 380 starmark“ koste etwa einen Euro pro Zentimeter Breite und Länge, so Straßenbauer Sommerburg.

Doch bevor die neue Superfolie aufgetragen werden kann, muss die alte Markierung runter. Dafür sind vier Baukolonnen zweier Firmen als Arbeitsgemeinschaft unterwegs auf den 26 Kilometern Autobahn zwischen der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern bei Gudow und der Anschlussstelle Schwarzenbek/Grande. Zunächst muss mit einer riesigen Maschine die alte Markierung entfernt und die Fahrbahn auch gereinigt werden. Dafür wirbelt Wasser mit hohem Druck aus speziellen Düsen über die alte Markierung und fräst sie förmlich ab. Gleichzeitig wird das Ganze dann abgesaugt.

Im nächsten Schritt kommt dann eine weitere Kolonne, die einen speziellen Kleber auf die Betonpiste bringt oder einen Kleber auf Bitumenbasis auf den asphaltierten Teil der Autobahn spritzt. Erst danach kann die Spezialfolie aufgebracht und angepresst werden.

„Für diese neue Folie, die etwa dreimal so lange halten soll, wie die bisher genutzte Thermofolie, allerdings auch dreimal so teuer ist, müssen vor allen Dingen die Witterungseinflüsse bei dem Aufbringen passen“, erklärte Sommerburg. Weil viele Bauabschnitte der sanierten Autobahn 24 erst spät im Herbst fertig gestellt worden seien, habe man damals nur eine so genannte Freigabemarkierung aufgebracht.

„Die Arbeiten sollen bis Mitte September abgeschlossen sein. Wir haben uns dazu ganz bewusst die Ferienzeit ausgesucht, weil auf dieser Berufspendlerstrecke in diesen Wochen die Verkehrsbelastung eindeutig am geringsten ist“, machte Staatssekretär Dr. Frank Nägele gestern beim Ortstermin in Grande deutlich. Gleichzeitig bat er die Autofahrer um Geduld. Denn die Arbeiten würden nur im Rahmen von Tagesbaustellen erledigt. Es werde immer nur eine Markierung zur Zeit erneuert, um die Verkehrsbehinderungen mit einer Beschränkung auf Tempo 80 so weit wie möglich zu verringern. Laut Sommerburg finden die Arbeiten von Montag bis Sonnabend statt, wobei insbesondere die Zeiten des Berufsverkehrs berücksichtigt werden sollen. In Richtung Hamburg beginnen die Arbeiten erst ab 9 Uhr. In Fahrtrichtung Berlin enden die Arbeiten montags bis donnerstags um 15 Uhr, Freitags bereits um 12 Uhr.

Die hohen Kosten dieser neuen Markierung nimmt Staatssekretär Nägele in Schutz: „Bei diesem Verfahren ist der Aufwand der Verkehrssicherung wesentlich geringer und wegen der langen Haltbarkeit muss auch nicht so oft eine Baustelle eingerichtet werden.“

Wer sich über den Verlauf der Arbeiten auf den Straßen im Bereich des LBV-SH informieren möchte, kann das unter www.strassen-sh.de tun oder sich die App „Baustellen-SH“ herunterladen. Das sei ein gutes Instrument für die Autofahrer und die Angaben würden täglich aktualisiert.

Jens Burmester

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