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ASB-Hundestaffel bangt um ihre Zukunft

Ratzeburg ASB-Hundestaffel bangt um ihre Zukunft

Die digitalen Melder, mit denen die Helfer des ASB-Hundestaffel im Notfall alarmiert werden, sind nur eine Leihgabe. Bald müssen die Ehrenamtler sie zurückgeben. Da das Geld für neue fehlt, suchen sie nun Sponsoren. Ansonsten steht die Zukunft der Staffel auf dem Spiel.

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Die ASB-Hundestaffel im Kreis Herzogtum Lauenburg trainiert hier am Rande der Möllner Waldstadt. Von rechts: Artur Plewe, Veronika Gerig, Kathrin Möller, Veronika Burmester, Svenja Knappert, Petra Muschiol-Fehrle und Saskia Jacke.

Ratzeburg. Die ASB-Hundestaffel Kreis Herzogtum Lauenburg hat aktuell reichlich zu tun. In der kalten Jahreszeit suchen die Hunde immer wieder nach älteren Menschen, die verwirrt umher irren. Doch ihre Arbeit ist gefährdet. Ab Neujahr haben sie keine digitalen Melder mehr, mit denen sie bei einem Einsatz alarmiert werden. Nun brauchen sie Hilfe.

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Die ASB-Hundestaffel im Kreis Herzogtum Lauenburg trainiert hier am Rande der Möllner Waldstadt. Von rechts: Artur Plewe, Veronika Gerig, Kathrin Möller, Veronika Burmester, Svenja Knappert, Petra Muschiol-Fehrle und Saskia Jacke.

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Die Hundestaffel der Arbeiter Samariterbundes Herzogtum Lauenburg rückt im Herbst und im Winter verstärkt aus. Die Ehrenamtler werden immer dann alarmiert, wenn Polizei und Rettungskräfte Menschen suchen, die vermisst werden. Jeder der etwa 15 aktiven Hundeführer, die sehr oft in Mölln trainieren, ist ein „Überzeugungstäter“. Den Spaß am Umgang mit den Tieren wollen die meisten nutzen, um sich für einen guten Zweck zu engagieren. Doch jetzt ist ihre wichtige Arbeit stark gefährdet. Ihre digitalen Melder, die nur eine Leihgabe sind, müssen sie im Januar 2016 abgeben. Die Finanzierung der teuren Geräte ist nicht aus eigener Tasche zu stemmen. Da eine Alarmierung im Ernstfall über die Leitstelle läuft und es oft um Leben und Tod geht, sind sie in Kürze nur noch sehr eingeschränkt einsetzbar. Jetzt sucht das Team Sponsoren und Spender „Es macht Spaß, es ist ein Ehrenamt — und man ist verrückt“, sagt Petra Muschiol-Fehrle, die Gruppe lacht laut auf. Aber das beschreibt die Motivation der Gruppe ganz gut. Denn sicher nicht jeder will mitten in der Nacht von einem Melder geweckt werden und dann irgendwo in der Fremde durch den Wald laufen, um nach Vermissten zu suchen. „Wir haben in der Vergangenheit schon Demenzkranke gefunden, die verwirrt unterwegs waren“, erklärt Artur Plewe.

Und leider werden immer wieder Menschen gesucht, die suizidgefährdet sind. Zum Beispiel wurde vor einem Jahr eine ältere Dame vermisst. Die Alarmierung kam gegen 22 Uhr. ASB-Hundeführerin Veronika Burmester und ihr Hund haben sie um ein Uhr in der Nacht bei Lütjensee unterkühlt, aber lebendig im Wald gefunden. Veronika Burmester hat der Frau damals wahrscheinlich das Leben gerettet.

Zehn geprüfte Rettungshundeteams sind Teil der Hundestaffel, zehn Hunde sind derzeit in der Ausbildung. Die ASB-Hundestaffel hat nur Flächensuchhunde. Die Hunde suchen allgemein menschlichen Geruch in Wäldern, auf Flächen und Wiesen, auf Wegen, in unwegsamen Geländen und eher selten in Gebäuden. Die Ausbildung der Hunde findet über den Futter- und Spieltrieb statt. Die Tiere werden dadurch bestätigt und belohnt. Für den Grundgehorsam sind die Hundehalter selbst verantwortlich. Durchschnittlich 25 Mal pro Jahr ist die ASB-Staffel im Einsatz.

Ohne Melder wird das in Zukunft schwer. „Die digitalen Meldeempfänger sind eine Leihgabe und wir müssen sie zum Ende des Jahres abgeben“, sagt Staffel-Mitglied Veronika Gerig. Die Hundestaffel finanziere sich aus Spenden und habe nicht die finanziellen Mittel, um neue digitale Meldeempfänger anzuschaffen.

Kontakt zur Hundestaffel gibt es per E-Mail an holm@asb-lauenburg.de oder im Internet auf www.asb-lauenburg.de.

„Es macht Spaß, es ist ein Ehrenamt — und man ist verrückt.“
Petra Muschiol-Fehrle

Florian Grombein

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