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Lauenburg Ab in die Erdbeeren: Saison für Selbstpflücker startet
Lokales Lauenburg Ab in die Erdbeeren: Saison für Selbstpflücker startet
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14:43 08.06.2016
Obstbauer Jochen Putfarken zeigt eine Palette der Erdbeeren, die jetzt auf seinen Feldern geerntet werden.
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Hohenhorn

Sind die süß! Auf den Erdbeerfeldern zwischen Geesthacht und Hohenhorn hat jetzt die Selbstpflück-Saison begonnen. „Es ging dann doch schneller als gedacht“, freut sich Landwirt Jochen Putfarken. Um den 20. Mai war er noch von einem Start erst zum Wochenende ausgegangen. „Die viele Sonne der vergangenen Tagen hat den Früchten gut getan“, berichtet Putfarken. Dabei hatten es die Pflanzen in diesem Jahr nicht leicht. „Die mussten einiges aushalten, von Frost über viel Niederschlag bis hin zu Hagel“, erklärt der Obstbauer.

Frost, Regen und Hagel: Die süßen Früchte hatten einen schweren Start in diesem Jahr, kommen jetzt aber umso gewaltiger.

Glücklicherweise überstanden die Pflanzen die Launen der Natur ohne große Schäden.

Und jetzt sind sie da – die süßen roten Früchte. „Die sind richtig lecker“, schwärmt Franziska Hohenstein. Mit ihren Töchtern Annabelle (1) und Charlotte (4) pflückte sie zwei Schalen. „Die essen wir einfach so oder machen damit einen schönen Kuchen“, sagte die Gülzowerin. Viele Fans der Hohenhorner Erdbeeren machen jetzt frische Marmelade oder frieren die Früchte ein. Und wie Charlotte nutzten viele Selbstpflücker den Saisonstart, um ausgiebig direkt auf dem Feld zu testen, wie die Qualität in diesem Jahr ist. Naschen ist ausdrücklich erlaubt. Bei mehreren Hundert Tonnen, die Putfarken pro Jahr auf seinen Feldern erntet, fallen die Probier-Erdbeeren nicht ins Gewicht.

Insgesamt baut Putfarken die Früchte auf einer Fläche von 50 Hektar an. „Jetzt war Saisonstart für die Selbstpflücker, wohl zum Wochenende können dann auch die Profis aufs Feld“, sagt er. Die Profis, das sind seine 400 Erntehelfer, die für die Lebensmittelmärkte zwischen Hamburg, Berlin und Hannover auf anderen Flächen ernten. Vom Bauernhof am Ackerweg aus werden die Erdbeeren dann in 500-Gramm-Schalen mit Kühllastern ausgefahren. Putfarken: „Wichtig sind kurze Wege, damit die Ware schnell bei den Kunden ist.“ Einige seiner Erdbeeren schaffen es auch nach Frankreich, denn dort ist die Saison bald gelaufen, aber der Appetit ist noch da, andere kommen beim Mittsommerfest in Schweden auf den Tisch.

Acht Hektar groß sind die Erdbeerfelder an der Bundesstraße 404 zwischen Geesthacht und Hohenhorn, die Putfarken für die Selbstpflücker reserviert hat. Zu erreichen sind sie über Zufahrten am Ackerweg. Dort gibt es jetzt die Sorten „Honeoye“ und „Daroyal“, bald folgen „Konia“ und „Sonata“. Zum Schluss hin wird es einige namenlose eigene Züchtungen von Familie Putfarken geben. Der Landwirt rechnet mit einer Saison, die etwa vier Wochen dauern wird.

Die beste Nachricht zum Schluss: Mit 2,20 Euro pro Kilo ist der Preis für Selbstpflücker unverändert geblieben.

Hier können Sie pflücken

Der Schmilauer Obsthof Hadenfeldt bietet ab Freitag, 10. Juni, Erdbeeren zum Selberpflücken an. Gestartet wird mit der Sorte „Honeoye“, später wird auch „Sonata“ dazukommen.

In Seedorf bietet die Plantage Wulff und Taube am Ortsausgang Richtung Groß Zecher das Selberpflücken an. Geöffnet ist die Plantage von 9 bis 18 Uhr. „Da die Menge der reifen Früchte noch nicht sehr üppig ist, empfehlen wir für größere Mengen, erst ab dem 13. Juni zu kommen“, heißt es.

Der Obsthof Berodt öffnet seine Plantage zwischen Poggensee und Nusse täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr.

Timo Jann

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