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Lauenburg Absolut keine Kritik an Dörfer zeigen Kunst
Lokales Lauenburg Absolut keine Kritik an Dörfer zeigen Kunst
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20:10 22.08.2018
Ratzeburg

Nicht, dass es irgendeinen Zweifel an einer Neuauflage gegeben hätte. Susanne Raben-Johns, bei der die Fäden zusammenlaufen und die maßgeblich für die Organisation zuständig ist, zieht wenige Tage nach dem letzten Ausstellungstag in 2018 eine erste Bilanz. Sie selbst habe alle Orte besucht, „ich fand es überall sehenswert. Und ich finde, man hat immer mehr das Gefühl, dass die Dorfgemeinschaften das mittragen.“

Der Hecht, das Wahrzeichen von Dörfer zeigen Kunst: Heinz Dohrendorff und Susanne Raben-Johns zeigen das Bild von Fritz Schade. Quelle: Foto: Baumm

Auch Heinz Dohrendorff, Amtsvorsteher Lauenburgische Seen, ist begeistert. „Ich habe fast alle Ausstellungen gesehen, und da war so viel Beeindruckendes und Gutes dabei.“ Kurz zählen Dohrendorff und Raben-Johns auf, welche Arbeiten besonders im Gedächtnis geblieben sind. Und schon kommt das Gespräch auf Amtsarchivar Christian Lopau und seine geführten Radwanderungen.

„Er hat meinen höchsten Respekt und meine Anerkennung“, betont Susanne Raben-Johns. Allerdings habe sie schon gemeinsam mit ihm eine Manöverkritik abgehalten – und dabei hätten sie gemeinsam beschlossen, dass die Radtouren künftig bei Temperaturen über 30 Grad abgesagt werden. „Das ist eine reine Vernunftentscheidung. 30 Kilometer bei mehr als 30 Grad mit dem Rad zurücklegen, das ist ja nicht ohne.“ Wohlgemerkt: Alle Teilnehmer der diesjährigen Touren seien vergnügt gestartet und ebenso vergnügt wieder zurückgekommen.

Stichwort Hitze: „Einen so extrem heißen Sommer hatten wir bei Dörfer zeigen Kunst noch nicht.“ Susanne Raben-Johns ist sicher, dass die schweißtreibenden Temperaturen Besucher gekostet haben.

Dennoch, die ersten Orte, von denen sie Besucherzahlen erhalten hat, lassen staunen. Mehr als 800 Menschen waren in Behlendorf, mehr als 700 in Neu-Horst, und in Groß Grönau und Sterley wurden mehr als 600 Besucher gezählt. Aus Ziethen und Pogeez wurden mehr als 350 Besucher gemeldet. „Wobei die fehlende Parkfläche in Pogeez durchaus Besucher gekostet haben kann.“

Großartig findet Susanne Raben-Johns das Begleitprogramm. „Immer mehr Gemeinden bieten zusätzlich besondere Aktionen an, und die werden in aller Regel sehr gut angenommen.“ Der Hintergedanke bei Angeboten wie der Midnight Art in Thandorf oder dem Langen Kunstabend in Sterley sei auch, es den Kunstschaffenden selbst zu ermöglichen, die anderen Ausstellungen zu besuchen.

Kurz und gut: Bei ihr sei absolut keine Kritik angekommen. „Dörfer zeigen Kunst entwickelt sich, das ist ganz prima. Und es gibt überhaupt keinen Grund, irgendetwas grundlegend zu ändern.“ Bleibt die Frage: Was passiert, wenn im kommenden Jahr auf einmal mehr als 20 Gemeinden teilnehmen wollen? Von den 25 Amtsgemeinden waren fünf noch nie dabei, „die haben allerdings auch keine geeigneten Räume.“ Blieben theoretisch 20 Amtsgemeinden plus Behlendorf und den sechs Gemeinden aus Mecklenburg – 27 Orte insgesamt. „Ich halte das für völlig unwahrscheinlich“, sagt Susanne Raben-Johns, „aber ich mache keine Vorgaben.“ Also: Locker bleiben. Dörfer zeigen Kunst kommt auch 2019 garantiert – egal, mit wie vielen teilnehmenden Gemeinden.

Von Dorothea Baumm

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