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Lauenburg AfD will Landtagskandidaten nominieren
Lokales Lauenburg AfD will Landtagskandidaten nominieren
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20:22 01.09.2016

Die Mitglieder der AfD wollen heute in Mölln (19 Uhr, Seehotel Schwanenhof) ihre Landtagskandidaten für die beiden lauenburgischen Wahlkreise nominieren. Doch vor der Veranstaltung gibt es einigen Wirbel. So sind in den vergangenen Wochen und Monaten gleich reihenweise Vorstandsmitglieder zurückgetreten, so dass das eigentlich achtköpfige Gremium nur noch aus zwei Mitgliedern besteht und nicht mehr entscheidungsbefugt ist. Kassenprüfer gibt es ebenso wenig mehr wie eine Schatzmeisterin. Anlass ist offenbar ein Zerwürfnis zwischen der Landespartei und großen Teilen des Kreisvorstandes – allen voran Ex-AfD-Kreissprecher Nico Gallandt. Er wirft der Landespartei einen Rechtsruck vor. Die Landesparteispitze Gallandt hingegen parteischädliches Verhalten.

Offizielle Bewerber für die Ämter der Direktkandidaten gibt es nicht. Allerdings wird Gallandts Amtsvorgänger Hasso Füsslein als Kandidat gehandelt. Aus den Reihen der gemäßigten AfD-Mitglieder wird kritisiert, dass Füsslein sich in der Vergangenheit für ein Engagement des ehemaligen NPD-Kreistagsabgeordneten Kay Oelke in der AfD stark gemacht habe. Dem widersprechen AfD-Landesvorsitzender Jörg Nobis und Partei-Vize Volker Schnurrbusch. „Zu keinem Zeitpunkt“ habe zur Debatte gestanden, Herrn Oelke aufzunehmen, heißt es. Den LN liegt allerdings ein bestätigtes Schreiben von Kay Oelke an alle AfD-Mitglieder aus dem Juni 2015 vor. Darin heißt es: „Dieter Ripp und Hasso Füsslein waren es auch, die in der darauf folgenden Zeit ganz offen für eine Mitgliedschaft meiner Person in der AfD geworben hatten. Meine Mandate sollte ich zu Gunsten der AfD mitnehmen, denn dadurch wäre ja die AfD auf einen Schlag im Kreistag und auch im Stadtrat Geesthacht vertreten.“Außerdem schreibt Oelke, sei er bei Veranstaltungen als „unser AfD Kreistags- und Stadtabgeordneter“ vorgestellt worden. Außerdem habe ihm Füsslein bereits 2014 im Vorfeld des Kreisparteitages vertrauliche Unterlagen zukommen lassen, heißt es in Oelkes Schreiben weiter. Füsslein selbst ist bei der AfD hingegen wieder auf Landesebene führend aktiv. Er ist vor einer Woche zum Vorsitzenden des AfD-Mittelstandsforums gewählt worden. Die Landes-AfD weist eine Führungsrolle Füssleins allerdings zurück.

LN

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