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Lauenburg Als Chinas Vizekönig zu Gast bei Bismarck war
Lokales Lauenburg Als Chinas Vizekönig zu Gast bei Bismarck war
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21:19 01.06.2016
Der chinesische Vizekönig (links) kam mit einem Sonderzug an. Repro: hm

Für Sonntag, 26. Juni, lädt die Stiftung von 11 bis 18 Uhr zu einem Tag der offenen Tür in ihrem Quartier, dem alten Bahnhof von Friedrichsruh, ein. Auch auf dem Gelände rundum wird gefeiert. Spiele für Kinder, reichlich Speis und Trank sowie Musik mit der Band „Rundfunk“ aus Reinbek gehören zum Programm – aber natürlich wird es auch um Otto von Bismarck gehen. Der empfing in seinem Wohnsitz Friedrichsruh vor genau 120 Jahren nämlich einen ganz besonderen Gast: Li Hongzhang, den damaligen chinesischen Vizekönig.

 

Professor Ulrich Lappenküper, Geschäftsführer der Bismarck-Stiftung, neben einem Bild des ehemaligen Reichskanzlers. Quelle: nd

„Hongzhang war gleichzeitig ein hochrangiger General. Als Staatsmann versuchte er, Reformen in China durchzusetzen und holte sich dabei Rat bei einem großen deutschen Staatsmann“, erläutert Professor Ulrich Lappenküper, Geschäftsführer der Bismarck-Stiftung. Bismarck, damals in Deutschland bereits außer Diensten, sei sehr geehrt gewesen, einen so wichtigen Besuch zu bekommen.

Am Tag des Sommerfestes wird deshalb um 11 Uhr eine Ausstellung eröffnet, bei der es um die deutsch-chinesischen Beziehungen bis 1914 geht. Als Ehrengast kommt der chinesische Generalkonsul. Wie der Vizekönig mit einem Sonderzug direkt zum Schloss wird der Generalkonsul nicht anreisen. Am Donnerstag, 7. Juli, gibt es dann ab 19.30 Uhr in Friedrichsruh einen weiteren Termin: Professor Michael Epkenhaus, vor 20 Jahren erster Geschäftsführer der Bismark-Stiftung, wird einen Vortrag über die Geschichte dieser Stiftung halten.

Fünf Gedenkstiftungen

Die Bismarck-Stiftung mit Sitz im alten Bahnhof zu Friedrichsruh ist eine der nur fünf Politiker-Gedenkstiftungen, die der Bund seit 1978 geschaffen hat. Sie alle erinnern an herausragende historische Persönlichkeiten, die in der Politik des 19. und 20. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle gespielt haben: Otto von Bismarck, Friedrich Ebert, Konrad Adenauer, Theodor Heuss und Willy Brandt.

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen nach seinen Worten Forschung und Bildung. „Wir sind absolut parteiunabhängig“, sagt Ulrich Lappenküper, Geschäftsführer der Bismarck-Stiftung.

 Norbert Dreessen

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