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Lauenburg Alte Scheune in Brand gesteckt
Lokales Lauenburg Alte Scheune in Brand gesteckt
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21:37 09.10.2017
Polizisten befragen die Jugendlichen, die gezündelt hatten, und nehmen sie zur Wache mit. Sie sind den Beamten nicht unbekannt gewesen.

„Eine völlig schwachsinnige Tat“– Ernst Jenner, Leiter des Polizeireviers Schwarzenbek, findet deutliche Worte. „Ein Autofahrer sah die Rauchentwicklung, fuhr vor und erwischte die Jugendlichen. Die flüchteten, aber einen Jungen konnte der Mann festhalten. Die anderen kamen später wieder zurück.“ Gegen 18 Uhr alarmierte die Leitstelle Schwarzenbeks Feuerwehr zu dem Brand in der Halle, die hauptsächlich als Unterstand für Autos genutzt wird.

Am Sonntagabend zündeten zwei Mädchen und drei Jungs in der alten Scheune auf dem Gelände der Alten Meierei an der Grabauer Straße in Schwarzenbek ein Lagerfeuer an. Papier, Pappe, Unrat und Holz brannten wie Zunder, eine Rauchwolke stieg auf – das Feuer geriet außer Kontrolle.

„Schon von der Wache aus war eine Rauchwolke zu sehen, was den ersten Gruppenführer veranlasst hat, Vollalarm auslösen zu lassen“, berichtete Einsatzleiter Jan Piossek. Ein Angriffstrupp, der sich durch Atemschutzgeräte gegen den Qualm schützen musste, konnte den Brand schnell löschen, aber ein Kleintransporter wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Die Polizei nahm die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren aus Schwarzenbek, Gülzow, Büchen und Mölln mit zur Wache und übergab sie später den Erziehungsberechtigten. „Die Jugendlichen sind uns nicht unbekannt“, sagte Jenner. Angeblich hatten sie zunächst angegeben, sie hätten grillen wollen.

Für Schwarzenbeks Feuerwehr war es am Sonntag aber nicht der einzige Einsatz. Neben angebranntem Essen an der Berliner Straße sorgten auch immer noch Folgen von Sturmtief „Xavier“ für Arbeit. In Brunstorf und Groß Pampau mussten die örtlichen Feuerwehren mit der Drehleiter unterstützt werden, um Äste aus Baumkronen zu bergen, die herabzustürzen drohten. Piossek: „Insgesamt sind wir wegen des Sturmes seit Donnerstag mehr als 30 Mal im Einsatz gewesen.“ Entlang der Waldstraße in Brunstorf scheint es erforderlich zu sein, Totholz aus den Bäumen zu entfernen.

 Von Timo Jann

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