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Altmaier lobt Energiewende als Motor für Ideen und Konzepte

Schwarzenbek Altmaier lobt Energiewende als Motor für Ideen und Konzepte

Bundesumweltminister nutzte gestern seinen Schwarzenbeker Wahlkampfauftritt, um vor „Zweitstimmensammelaktion“ für die FDP zu warnen — Absage an Fracking.

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Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) bei seiner Rede gestern in Schröders Hotel in Schwarzenbek. Die Versammlung am Vormittag war mit etwa 70 Teilnehmern gut besucht, aber im Saal blieben auch zahlreiche Stühle leer.

Quelle: Fotos: Martin Stein

Schwarzenbek. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat bei seiner Rede gestern in Schwarzenbek ein nachdrückliches Bekenntnis zur Energiewende abgelegt und auch zu einigen örtlichen Themen Stellung bezogen: Zum Schutz der flutgefährdeten Elbeorte wie Lauenburg sei ein länderübergreifendes Konzept erforderlich. Die Gemeinden mit stillgelegten Atomkraftwerken wie Geesthacht müssten in die Planungen über die Zukunft der Altmeiler einbezogen werden, und das im Großraum Schwarzenbek zur Debatte stehende Fracking sei zumindest bis auf weiteres keine akzeptable Möglichkeit zur Energiegewinnung.

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Gastgeber Norbert Brackmann, der sein Bundestagsmandat behalten möchte.

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Die Atmosphäre in Schröders Hotel in Schwarzenbek war gestern Vormittag fast schon zum Frösteln — was allerdings nur der niedrigen Temperatur im Versammlungssaal geschuldet war. Der Ressortchef aus der Bundeshauptstadt lieferte dazu das Kontrastprogramm in seiner immer wieder mit leidenschaftlichem Engagement vorgetragenen Rede: „Die Energiewende ist eines der wichtigsten Themen überhaupt“ — sei aber wie „eine Operation am offenen Herzen der Volkswirtschaft“, sagte der Minister.

Solche Eingriffe sind bekanntlich immer riskant, aber das war an diesem Tag nicht Altmaiers wesentliche Botschaft. Denn der Bundesumweltminister zeigte sich davon überzeugt, dass die Umstellung auf erneuerbare Energien ein ebenso alternativloser wie zukunftsweisender Schritt sei. Nach seinen Worten ist die Energiewende ein Vorhaben mit hohem Innovationspotential, geradezu ein Hochtechnologieprojekt, das überall im Lande „tolle Ideen und Konzepte“ voranbringe. Ziel sei es, gleichermaßen die Umwelt zu erhalten wie den Wohlstand zu sichern. Altmaier warf insbesondere den früheren Bundesministern Sigmar Gabriel (SPD) und Jürgen Trittin (Grüne) vor, wichtige Weichenstellungen vor zehn, 15 Jahren verschlafen zu haben.

Nach der einstündigen Rede des prominenten Unionspolitikers, der seinen Wahlkreis im Saarland hat, ließ der als Gastgeber auftretende Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann aus Lauenburg einige Fragesteller zu Wort kommen. Dabei ging es unter anderem um den Hochwasserschutz, die Zukunft der abgeschalteten Atomkraftwerke und die Energieförderung mit Fracking.

Mit Blick auf die Wahl am Sonntag sagte Altmaier: „Natürlich gehört zur Demokratie auch der Wechsel, natürlich wird es auch irgendwann wieder einen sozialdemokratischen Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin geben müssen — aber es muss doch nicht ausgerechnet jetzt sein.“

Und er äußerte in Schwarzenbek noch einen Wunsch oder eine Bitte: „Wir wissen, dass die FDP mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im nächsten Bundestag vertreten sein wird, mit einem sehr ordentlichen Ergebnis von sieben oder acht Prozent. Wir wollen diese Koalition fortsetzen, aber bitte keine mildtätigen Zweitstimmensammelaktionen für den kleinen Koalitionspartner. Sonst hat die FDP am Ende wieder zehn oder zwölf Prozent, dann werden sie aufmüpfig, und dann müssen Angela Merkel und Peter Altmaier wieder zwei Jahre hart arbeiten, um alles in Ordnung zu bringen.“

„Die Energiewende ist eine der größten und spannendsten Heraus- forderungen.“


Peter Altmaier, Umweltminister

Martin Stein

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