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Lauenburg Altstadt-Café: Von der Garage in ein Haus in bester Elblage
Lokales Lauenburg Altstadt-Café: Von der Garage in ein Haus in bester Elblage
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15:23 28.06.2016
Das Café von Lisa Bethge liegt in exponierter Lage direkt an der Elbe in der Lauenburger Altstadt. Sie kocht und backt „nach Lust und Laune“ – den Besuchern schmecken die Resultate sehr gut. Quelle: Silke Geercken

Ihre erste Saison im Juni 2013 dauerte wenige Tage, dann kam das Hochwasser und setzte das gerade renovierte Café „Le Rufer“ unter Wasser. Inhaberin Lisa Bethge (39) gab nicht auf. „Wir habennoch mal von vorn angefangen.“ Zum Glück, denn ihre kleine Oase in Lauenburg direkt an der Elbe veranlasst viele Gäste, inne zu halten und den leckeren selbstgebackenen Kuchen zu probieren. Begonnen hatte alles 2010 mit einem „Garagencafé“ in einer kleinen Twiete an der Elbstraße. Lisa und ihr Mann, ein Franzose, waren gerade aus Fuerteventura zurück gekehrt, wo die gelernte Erzieherin erst als Animateurin, später in einer Bar gearbeitet hat. Lisa wurde schwanger, und das Paar kehrte nach Deutschland zurück – in Spanien gibt es keine Elternzeit. „Nur so zum Spaß“ hatte Lisa Bethge angefangen, sonntags Kuchen zu backen und den vorbei spazierenden Touristen anzubieten – schnell und umkompliziert und ohne Sitzplätze. Das Kuchengeschäft lief so gut, dass sich mit jedem Wochenende mehr Leute einfanden. „Es war als Nachbarschaftstreff bei gutem Wetter gedacht, entwickelte sich aber so gut, dass die Stadt aufmerksam wurde und Einhalt gebot“, so die Kuchenbäckerin.

„Aufgeben kam nicht in Frage.“ Lisa Bethge, Wirtin

2012 ergab es sich dann, dass ihre Mutter das leerstehende Restaurant Zum Rufer erwarb. Familie und Freunde begannen mit der Renovierung. Wie viele Leute mit angepackt haben, ist auf einem Plakat im jetzigen Restaurant zu sehen. Darauf ist ein Baum gezeichnet, der mit vielen Handabdrücken versehen ist. Eines von vielen netten Details in dem kleinen, aber feinen Café. Ein Jahr später, die Renovierung war gerade abgeschlossen, das Café eröffnet, kam das Hochwasser. Die Keller liefen voll. Die Bürger wurden evakuiert. Die Familie Bethge zog mit ihren inzwischen zwei kleinen Kindern (heute 7 und 4) in eine Ferienwohnung des Onkels nach Föhr. Als die Flut vorbei war, wurde erneut renoviert, im Dezember 2013 war Wiedereröffnung – keine gute Zeit für ein Touristencafé. Dass das Lokal „Le Rufer“ heißt, hat mit dem kleinen Sohn zu tun. Er wurde zweisprachig erzogen, setzte jedem deutschen Substantiv ein „le“ vorweg: „Le Milch, le Kindergarten“. Französische Küche gibt es nicht, dafür an sehr heißen Tagen eine spanische Gazpacho oder deutsche Köstlichkeiten von Lisas Oma, wie Königsberger Klopse, Pastinakensuppe, Matjes oder Schmorgurken. „Ich koche immer mit frischem Gemüse aus der Region und vor allem, worauf ich Lust habe“, sagt Lisa Bethge. Dazu gibt es ihre tollen Torten, zum Beispiel Cheesecake mit Rhabarbersoße. Appetit bekommen?

Das Café Le Rufer an der Elbstraße in Lauenburg ist Donnerstag bis Montag ab 10 Uhr geöffnet.

Silke Geercken

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