Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Amt Büchen: Gemeinden zahlen künftige Kitas allein
Lokales Lauenburg Amt Büchen: Gemeinden zahlen künftige Kitas allein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:51 06.10.2017
„Wir brauchen Plätze. Kinder woanders unterzubringen, ist noch teurer. Martin Voß, Amtsvorsteher

„Wir stehen vor einem solidarischen Kraftakt“, sagte Bürgermeister Uwe Möller. Betroffen sind die vier Gemeinden Büchen, Müssen, Güster und Witzeeze. Für die Erweiterungen fallen Kosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro an. Allerdings sei davon auszugehen, dass eine Förderquote von 50 bis 75 Prozent von Bund und Land an die Gemeinden zurück fließe. Die Betriebskosten für neue Gruppen werden zu 50 Prozent von der Standortgemeinde, zu 50 Prozent über die Kita-Umlage finanziert.

Durch die Beteiligung über die Kita-Umlage erhalten alle Gemeinden die Möglichkeit, ohne einen zusätzlichen Kindergartenkostenausgleich die neuen Plätze mit Kindern aus ihrer Gemeinde zu belegen. Der Amtsausschuss folgte mit seinem Beschluss der Empfehlung des Kita-Ausschusses. Kritik gab es von Wolfgang Rademacher: „Bund und Land geben Versprechungen, und wir kleinen Gemeinden müssen es tragen. So kann es nicht weitergehen.“ Amtsvorsteher Martin Voß: „Wir brauchen Kita-Plätze, 50 bis 60 Kinder stehen auf der Warteliste.

Die Erzieherinnen müssen sich schon Beschimpfungen der Eltern anhören.“ Möller: „Wir sind vom Gesetzgeber verpflichtet, diese Aufgabe zu schultern. Uns ist es nicht gelungen, ein gerechteres Modell zu finden.“ Die Wiesen-Kita in Büchen wird um drei Gruppen mit 55 Plätzen ergänzt. In Müssen wurde eine Elementargruppe in die Alte Schule ausgelagert, um Platz für eine neue Gruppe in der Kita Schatzkiste zu haben.

Zugestimmt wurde der Jahresrechnung 2016. Haushaltsüberschreitungen in Höhe von rund 75000 Euro entstanden durch den Aufbau von Containeranlagen. Eine Zuwendung vom Land in Höhe von rund 50 Prozent soll zum Jahreswechsel erfolgen. Weiteres Thema war der Radweg am Kanal, der repariert werden muss. Das Amt hat 16 Kilometer zu betreuen (Kosten rund 30000 Euro). Es könnten nicht nur die Anrainergemeinden verantwortlich sein. Auch der Kreis sei gefordert, sein touristisches Aushängeschild zu pflegen.

 ge

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige