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Lauenburg Amtsrichterhaus Schwarzenbek: kleine aber feine Kulturadresse
Lokales Lauenburg Amtsrichterhaus Schwarzenbek: kleine aber feine Kulturadresse
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22:15 23.09.2016
Ein erfolgreiches Team: Kulturmanager Nikolai Rosenberg und Christine Uhde von der Stadtverwaltung Schwarzenbek. Quelle: ge
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Schwarzenbek

Das Amtsrichterhaus mausert sich. Dem neuen Pächter ist es gelungen, die Besucherzahlen deutlich zu steigern. Immer mehr Leute schätzen das kleine, aber feine Kulturprogramm in Schwarzenbek. Daneben gibt es internationale Gruppen, die das Haus nutzen. Endlich wird die Galerie von einem breiten Publikum angenommen.

Neues Programm liegt vor

Das neue Programmheft mit Veranstaltungen von Oktober bis März liegt in der Stadtverwaltung Schwarzenbek aus. Infos gibt es auch im Internet unter www.amtsrichterhaus.de.

Raffaele und das Trio Korrupti, gute Bekannte im Amtsrichterhaus, sind 2017 auch wieder dabei. Das neue Programmheft, inzwischen das vierte seit Übernahme durch die Louisenhof GmbH (früher Gut Lanken) in 2014, liegt vor. Die Besucher erwartet ein gemischtes Kulturprogramm – dazu Weine von den besten Sommeliers Deutschland und leckere Torten von „Kulturgenuss“. Es gibt somit viele Gründe, die Galerie im Justizgarten am Körnerplatz in Schwarzenbek zu besuchen.

„Wir haben inzwischen ein kleines Stammpublikum aufgebaut“, freut sich Kulturmanager Nikolai Rosenberg, der zusammen mit Christine Uhde das neue Programm vorstellte. Beliebt seien lokale Vorträge, aber auch Musikveranstaltungen mit Klezmer-Stücken, italienischen oder lateinamerikanischen Liedern. Zwischen 12 und 60 Besuchern sind zu den bisherigen Veranstaltungen gekommen, die Pianist Rosenberg zusammen stellt – in Absprache mit Christine Uhde, aber auch mit den Teilnehmern der Kulturkonferenz, die regelmäßig vor Festlegung der neuen Spielzeit stattfindet. „Hierzu ist jeder Bürger willkommen, um seine Wünsche einzubringen“, sagt Rosenberg. Durchsetzen konnte sich zum Beispiel der Vorschlag von Werner Burmeister. Unter dem Motto „Kommt ein Vogel geflogen“ gibt es im Oktober eine Ausstellung mit Grußkarten, die 20 Künstler aus Deutschland und Holland geschaffen haben.

Zu den weiteren Perlen des Kulturprogramms gehören „Klezmer High Life“ (7. Oktober), „Fremd und unerwünscht?“, Vortrag der Stadtarchivarin (13. Oktober), „Ein Mann gibt Auskunft“ mit Kabarettist Johannes Kirchberg (11. November) oder „Schmattes – Liedkabarett, Deutsch-jüdische Schlager und „Schongsongs“ (14. Januar). Zu Lyrik und Musik und einem weihnachtlichen Ausklang sind die Besucher am 26. November eingeladen. Heidi Menßen liest Gedichte von Rainer Maria Rilke, Nikolai Rosenberg spielt musikalische Interpretationen am Flügel.

Was sonst noch so läuft? Das internationale Begegnungscafé jeden zweiten und vierten Mittwoch ab 15 Uhr, das internationale Frauenfrühstück jeden ersten Dienstag ab 9.30 Uhr, ein Theater-Workshop für Kinder oder das Treffen der Swattenbeeker Danzlüüd jeden Dienstag ab 19 Uhr. „Wir wollen das Amtsrichterhaus für viele Menschen öffnen. Ich denke, wir sind auf gutem Wege“, sagt Rosenberg. Nicht zu vergessen den „KulturGenuss“: Donnerstag bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr, gibt es leckere Torten und seit kurzen auch edle Rebensäfte von Vipino, einem kleinen Weinkenner-Team. – Und heiraten kann man im Amtsrichterhaus übrigens auch.

 Silke Geercken

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