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Lauenburg Amtssache: Dörfer zeigen Kunst
Lokales Lauenburg Amtssache: Dörfer zeigen Kunst
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20:15 20.06.2016
Gut gelaunt und voller Vorfreude zeigt Susanne Raben-Johns den fertigen Flyer und das Plakat für „Dörfer zeigen Kunst“. Quelle: Dorothea Baumm

Buchstäblich von A bis Z werden Kunstinteressierte sich in diesem Jahr im Rahmen von „Dörfer zeigen Kunst“ durch die Landschaft gucken können. 22 Gemeinden beteiligen sich – von Albsfelde bis Ziethen zieht sich das Kunstgeschehen durch die schöne lauenburgische und teils auch mecklenburgische Landschaft. Nun ist es bis dahin noch ein Weilchen hin: Die Aktion findet vom 13. August bis 4. September statt. Und doch hält sie einige Leute seit geraumer Zeit auf Trab. Unter anderem Susanne Raben-Johns, bei der im Amt Lauenburgische Seen die Fäden zusammenlaufen.

Orte aus Mecklenburg

Immer wieder sind auch Gemeinden außerhalb des Amtsbereiches Amt Lauenburgische Seen dabei, zum Beispiel 2016 die nordwestmecklenburgischen Orte Dechow, Demern, Kneese, Schlagsdorf, Thandorf und Utecht. Über ihre Beteiligung hatten die Gremien des Amtes zu entscheiden.

Mit frühlingshaft-fröhlich gemusterter Bluse und Jeans sitzt Susanne Raben-Johns gut gelaunt in ihrem Büro. Auf dem Gesicht ein strahlendes Lächeln, vor sich Flyer, Plakate – und eine Zusammenfassung zur Ausstellungsreihe. Keine Frage: Die 53-Jährige ist kompetent, bestens vorbereitet und hat offenkundig Spaß an ihrer Arbeit. Der Hauptjob der „Verwaltungsangestellten im Hauptamt“ – ein beeindruckender Titel – ist das Standesamt, im Grunde aber, wie sie launig formuliert, besetze sie einen „Gemischtwarenarbeitsplatz“. Das klingt spannend und torpediert jedes Klischee vom drögen Beamten, der müde Papier von der einen Seite des Schreibtisches zur anderen sortiert.

Natürlich ist es hilfreich, dass Susanne Raben-Johns sich für Kunst interessiert, denn ihre Aufgaben für „Dörfer zeigen Kunst“ sind vielfältig und fordernd. „Ich bin Ansprechpartnerin sowohl für die Gemeinden, als auch für die Kunstschaffenden. Ich nehme Daten entgegen, pflege alles auf der Internetseite ein, erstelle Daten für Flyer und Plakate – für die Werbematerialien muss ich mit einem Grafikbüro zusammenarbeiten. Dann ist da die Werbung: Ich verteile Material und schreibe die Presse an“, listet sie auf. Schließlich ist sie an der Organisation der Eröffnungsveranstaltung beteiligt, sie organisiert alle Sitzungen zum Thema und den jährlichen Rückblick und bei ihr liegt der gesamte Schriftverkehr mit anderen Behörden für Genehmigung sowie die Aquise von Spendengeldern.

Kein Wunder, dass für die lebhafte Frau „nach Dörfer zeigen Kunst“ immer auch „vor Dörfer zeigen Kunst“ ist. „Die Ausstellungsreihe hatte 2005 Einschulung“, erzählt die Standesbeamtin, „und sie war ein derartiger Erfolg, dass sich alle Beteiligten einig waren, dass es weitergehen muss.“ 2005 hatten sich elf Gemeinden mit 23 Kunstschaffenden aus der Schaalseeregion beteiligt, 2006 waren es bereits 17 Gemeinden mit 47 Kunstschaffenden. Von Anfang an dabei waren die Malerinnen Sabine Burmester aus Buchholz und Edith Holtz-Raber aus Pogeez.

Mittlerweile hat es sich auf etwa 20 Gemeinden/Ausstellungsorte mit mehr als 100 Kunstschaffenden eingependelt. „Zum einen ist es so möglich, sich an den vier Wochenenden alle Ausstellungsorte anzuschauen. Zum anderen gibt es eine immer größere Zahl an Radwanderern, die ,Dörfer zeigen Kunst’ sehen wollen, auch deshalb ist ein räumlicher Zusammenhang wünschenswert“, erklärt Raben-Johns. Sie selbst lässt es sich natürlich nicht nehmen, alle Orte zu besuchen: „Gut geplant und auf die Wochenenden verteilt, ist das machbar und macht einfach unglaublich viel Spaß.“

Die Pause zwischen den Veranstaltungszyklen ist kurz. „Wir fragen Ende Oktober, Anfang November bei den Gemeinden nach, ob sie sich auch im kommenden Jahr wieder beteiligen wollen. Die Entscheidung fällt die Gemeindevertretung, ebenso wie sie beschließt, wer Ansprechpartner in der Gemeinde ist, und wer dort ausstellen kann.“ Wenn Gemeinden oder Kunstschaffende dabei sein wollen, müssen sie sich bei Susanne Raben-Johns bewerben. Zum Jahresbeginn wird dann entschieden, wer an welchem Ort ausstellen darf. „Die Idee war, Künstler aus der Schaalseeregion zu präsentieren. Heute sagen wir:

Künstler, die sich mit der Region verbunden fühlen.“ In jedem Ort gibt es einen Ansprechpartner, der für die Organisation der Ausstellung verantwortlich ist. Selbstverständlich sind die Arbeiten der Künstler für die Dauer der Ausstellung versichert – über das Amt.

Für heute kann Susanne Raben-Johns sich entspannt zurücklehnen. Die Flyer mit dem verbindendem Logo, dem lachenden Hecht, entwickelt von Christoph Ernst und die Plakate sind fertig. Und bis zur zentralen Eröffnungsveranstaltung ist noch ein bisschen Zeit: Die wird nämlich am 12. August in Schmilau gefeiert.

Dorothea Baumm

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