Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Anbau für das Schifffahrtsamt: Bund zementiert Kanalausbau
Lokales Lauenburg Anbau für das Schifffahrtsamt: Bund zementiert Kanalausbau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:45 11.11.2016
90 Mitarbeiter hat das Schifffahrtsamt in Lauenburg. 134 Stellen kommen für den Ausbau dazu. Quelle: hm

Bislang war der Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals nur ein beschlossener Plan. Doch das Beinahe-Milliardenprojekt wird in Berlin zunehmend zementiert. In einer Nachtsitzung hat der Haushaltsausschuss des Bundes die ersten 20 von später insgesamt 134 geplanten zusätzlichen Stellen beim Lauenburger Wasser- und Schifffahrtsamt im Haushaltsplan für das kommende Jahr verankert. Dafür soll am Verwaltungsgebäude angebaut werden.

„Mein Ziel ist es gewesen, den Ausbau des Wasserstraßennetzes im norddeutschen Raum unumkehrbar mit dem Elbe-Lübeck-Kanal zu gestalten, und das passiert jetzt“, sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann. Denn neben dem Elbe-Lübeck-Kanal wird auch das Schiffshebewerk Scharnebeck erneuert und nach einem ebenfalls in der Sitzung des Haushaltsausschusses gefassten Beschluss die Modernisierung des Nord-Ostsee-Kanals sogar vorgezogen. Doch es werden nicht nur die notwendigen Stellen geschaffen, sondern quasi nebenan im Schnellverfahren an der Hamburger Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr neue Bauingenieure ausgebildet. „Unsere Erfahrung ist, dass der Markt gar nicht so viele Fachkräfte ausspuckt, wie wir in den vergangenen Jahren an Stellen bereitgestellt haben“, sagt Brackmann. „Das Problem haben nicht nur wir als Bund, sondern auch im Straßenbau die Länder und die Bahn. Ich habe den Vorschlag gemacht, dass wir das an der Bundeswehr-Universität machen, weil wir da unsere eigenen Kapazitäten als Bund nutzen können“, so Brackmann. Außerdem werde an der Bundeswehr-Uni in Trimestern studiert und so die Studienzeit verkürzt. Und die Studenten würden von den Behörden eingestellt und so für den späteren Einsatz auch gebunden.

Für das Lauenburger Wasser- und Schifffahrtsamt geht es jetzt Schlag auf Schlag. Sobald der Haushaltsplan vom Bundestag beschlossen ist, sollen Anfang des kommenden Jahres die Stellen ausgeschrieben und zügig als Übergangsbüros Container aufgestellt werden. Parallel sollen die Planungen für einen Anbau an das Wasser- und Schifffahrtsamt erfolgen. Entsprechendes Baurecht sei bereits beim Bau des neuen WSA-Gebäudes am Dornhorster Weg vor 15 Jahren geschaffen worden. Dennoch rechnet Brackmann mit einer zwei bis dreijährigen Planungs- und Bauzeit.

Neben Brackmann für die CDU, der sogar Hauptberichterstatter für den Verkehrsetat ist, sitzt auch die ostholsteinische SPD-Abgeordnete Bettina Hagedorn im Haushaltsausschuss. Bei vielen schleswig-holsteinischen Projekten in der Vergangenheit haben beide an einem Strang gezogen. Eine stärkere Zusammenarbeit der schleswig-holsteinischen Abgeordneten über Fraktionsgrenzen hinweg bei Großprojekten war ein Ziel, das Brackmann bereits bei seinem Einzug in den Bundestag vor sieben Jahren ausgegeben hatte.

hm

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Schon mit acht Jahren entdeckte der 68-jährige Lauenburger den Zweimannkampf für sich.

11.11.2016

Ratzeburg. Im Rahmen einer Feierstunde in Krummesse wurden zwölf Mitarbeiter mit vielen Dienstjahren aus der Bank und dem Raiffeisen-Markt geehrt.

11.11.2016

In der kleinen Gemeinde Linau wurde aus der bereits 1970 geschlossenen Dorfschule nach einigen Umbauten eine Galerie für Trachten und Festkleidung.

11.11.2016
Anzeige