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20:10 30.11.2017
Von Holger Marohn

Die Stadt Schwarzenbek tut viel für den Sport. Das ist unbestritten. Allerdings bittet Schwarzenbek die Sportler auch wie kaum eine andere Kommune zu Kasse. Der Streit ums Geld brodelt seit Jahrzehnten. Die Fronten sind verhärtet.

Dass die Stadt die Sache einmal wirtschaftlich betrachtet, ist nachvollziehbar. Ein Sportverein stellt aber eben nicht die wirtschaftlichen Interessen in den Vordergrund. Dann nämlich müsste er Jugendarbeit und Spielbetrieb einstellen und komplett auf Kursangebote von Aerobic über Rückenschule bis Zumba setzen. Doch selbst bei den Kursangeboten findet in Schwarzenbek eine Ungleichbehandlung statt. Hier sind – obwohl nicht es nicht ihre originäre Aufgabe ist – die Volkshochschulen ein direkter Konkurrent, den die Stadt deutlich stärker fördert. Dennoch lässt sich auch Jugendarbeit betriebwirtschaftlich betrachten. Wenn die Stadt einmal ermitteln würde, wie lange jeder einzelne Jugendliche durch die städtische Jugendarbeit betreut wird, bekämen die Politiker ein Gefühl dafür, was eine Pro-Kopf-Betreuungsstunde den Steuerzahler kostet. Und wenn der TSV auflistet, wie viele Pro-Kopf-Stunden vom Training über Freitzeitaktivitäten bis hin zu Punktspielen geleistet werden, wäre das neben Integrationsarbeit für Migranten und Neubürger ein Messwert für die soziale Leistung. Und schließlich werden im Sportverein Jugendliche nicht nur betreut, sondern lernen auch Sozialkompetenz.

Und überhaupt: Was wäre denn, wenn der TSV sich nur noch auf wirtschaftlich attraktive Dinge beschränken würde? Da es sich bei den meisten Sportstätten um auch von Schulen genutzte Hallen handelt, müssen diese ohnehin von der Stadt vorgehalten werden. Gespart würde ein wenig Duschwasser und ein paar Stunden Heizung. Das sind die Mehrkosten, die der Vereinssport tatsächlich verursacht.

LN

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