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Lauenburg Andrang bei Typisierung in Büchen
Lokales Lauenburg Andrang bei Typisierung in Büchen
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23:38 01.02.2016
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Büchen

Die Typisierungsaktion in Büchen für den an Leukämie erkrankten Notarzt Dr. Thorsten Salamon ist ein Riesenerfolg gewesen. 670 Menschen haben sich typisieren lassen und zudem sind durch Spenden und den Verkauf von Speisen und Getränken noch einmal 6024,13 Euro zusammen gekommen. Damit ist die Kartei der Knochenmarksspender, die für kranke Menschen zur Verfügung steht, wieder etwas größer geworden.

„Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen“, sagte Organisatorin Catharina Bethien am Sonntagabend. Geschafft aber glücklich setzte sie sich kurz auf einen Stuhl, um das alles erst einmal sacken zu lassen. Die Anspannung, die ihr noch am Morgen ins Gesicht geschrieben stand, war völlig von ihr abgefallen. „Die Stimmung war super. Den ganzen Tag lang. Eigentlich schon am Abend zuvor beim Aufbauen“, sagte Bethien. Das ganze Team sei höchst motiviert gewesen und habe einen großen Anteil am Erfolg der Aktion getragen.

Schon eine viertel Stunde vor Beginn der Typisierung krempelte Bürgermeister Uwe Möller die Ärmel hoch und nahm am Tisch in der Endkontrolle Platz. Den ganzen Tag blieb er dort und nahm die ausgefüllten Unterlagen der Typisierten entgegen. Bürgervorsteherin Heiko Gronau-Schmidt dirigierte die Menschen in die Spendenräume, je nachdem, wo Platz war. Landtagspräsident Klaus Schlie, den Bethien als Schirmherrn für die Aktion gewinnen konnte, staunte über die Schlange, die sich gleich zu Beginn der Aktion bildete. „Ich hätte nicht gedacht, dass hier so viel auf einmal los ist. Diese Hilfsbereitschaft ist großartig.“ Auffallend sei die große Anzahl junger Menschen.

Doch es waren nicht nur junge Menschen, die in die „Wiesenkita“ gekommen waren. Auch ältere Menschen kamen vorbei, allerdings nicht, um sich typisieren zu lassen, sondern um Geld zu spenden, da die Aktion ja auch finanziell unterstützt werden muss. „Unter den älteren Menschen war auch eine ehemalige Krankenschwester aus Ratzeburg, die extra nach Büchen gefahren war, um Geld in den Spendentopf zu stecken und sich die Aktion anzusehen“, sagte Organisatorin Bethien. „Der Frau standen die Tränen in den Augen. Das hat mich schon sehr berührt.“ Gehofft hatten die Macher der Büchener Ortsverbandes des Deutschen Roten Kreuzes auf 500 Menschen, die sich typisieren lassen würden. Die DKMS wäre im Vorwege schon mit 300 Menschen zufrieden gewesen. Nun waren es 670 Typisierungswillige und das hat natürlich alle Erwartungen übertroffen. Ein wenig Unmut kam bei einigen Menschen auf, die nicht wussten, dass die Altersgrenze zur Typisierung zwischen 17 und 55 Jahren liegt. Dafür dem Veranstalter allerdings die Schuld zu geben, war völlig überzogen. Schließlich kann man das im Internet alles sehr genau nachlesen.

Völlig überrascht waren die Organisatoren von der hohen Summe, die an diesem Sonntag an Spendengeldern eingegangen war. 6024,13 Euro standen nach dem Zählen auf dem Block. Und es wird noch besser. Bei der Gemeinde Büchen waren bis zum Wochenende etwa 700 Euro an Spendengeldern eingegangen, die Bürgermeister Uwe Möller am Montagmorgen auf die glatte Summe von 1000 Euro aufgerundet hat. Diese Summe kommt jetzt noch auf die 6024,13 Euro drauf.

Jens Burmester

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