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Lauenburg Ansprüche auf Wohngeld gestiegen
Lokales Lauenburg Ansprüche auf Wohngeld gestiegen
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22:49 08.03.2016
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Sandesneben

Für viele unbemerkt gab es zum 46. Geburtstag des Wohngeldgesetzes in diesem noch jungen Jahr eine Gesetzesreform. Die letzte dieser Art wurde 2009 durchgeführt.

Was passiert bei dieser Reform? Die so genannten Tabellenwerte werden nach oben angepasst, da auch die Mieten in den vergangen Jahren gestiegen sind.

Im Volksmund wird Wohngeld oft mit Sozialhilfe oder Hartz IV gleichgesetzt. Das ist jedoch falsch, da das Wohngeld einer komplett anderen Berechnungsmethodik unterliegt, die vielmehr dem Einkommenssteuerrecht angelehnt ist.

Annika Blohm, Verwaltungswirtin beim Amt Sandesneben-Nusse, erklärt: „Es ist nichts Ungewöhnliches, dass Familien mit einem Alleinverdiener, Eigenheim und Kindern ins Wohngeld rutschen, wenn der Verdiener etwa durch einen weiten Arbeitsweg hohe Werbungskosten hat.“

Von der Wohngeldreform profitieren vor allem Familien und Rentner. Insgesamt können bundesweit rund 870000 Haushalte künftig Wohngeld beantragen. Im Amt Sandesneben-Nusse beispielsweise seien die Wohngeldansprüche aufgrund der Reform um etwa 50 Prozent gestiegen, so Blohm. Ein weiterer Hinweis auf den Unterschied: Während das SGB II (= Jobcenter) dem Bundesamt für Arbeit und Soziales unterstellt ist, unterliegt Wohngeldrecht dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit.

Prinzipiell spielen bei der Wohngeldberechnung drei Faktoren eine Rolle: das Familieneinkommen, die Anzahl der Haushaltsmitglieder und die Mietkosten beziehungsweise Hausbelastung. Sobald jemand einen Wohngeldanspruch hat, löst diese Tatsache weitere Ansprüche auf Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket aus. Dazu gehören unter anderem die Kostenübernahme bei Klassenfahrten, die Unterstützung für Schulmaterial sowie für Nachhilfe. „Im Kreis Herzogtum Lauenburg können sich zudem alle Wohngeldbezieher von den Gebühren des Regelelternbeitrages in Kindertageseinrichtung befreien lassen“, erläutert Annika Blohm, die sich umfangreich in das Themengebiet „Wohngeld“ eingearbeitet hat.

„Der geringste Wohngeldanspruch beträgt monatlich zehn Euro, und ab da ist der Kindergartenplatz schon kostenfrei“, erläutert Sozialamtsleiter Sebastian Flint den großen Vorteil für Eltern und Alleinerziehende.

Von unk

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