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Lauenburg Archivgemeinschaft Südkreis im digitalen Umbruch
Lokales Lauenburg Archivgemeinschaft Südkreis im digitalen Umbruch
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20:34 30.03.2017
Anke Mührenberg legte Vertretern der Archivgemeinschaft, (v. l.) Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede, Karsten Feldt (Wentorf), Hans-Heinrich Jahn (Amt Hohe Elbgeest) und Ute Borchers Seelig, (re.) ihren Bericht vor. Quelle: Foto: Wr
Schwarzenbek/Lauenburg

Das Interesse an der Geschichte des südlichen Kreisgebiets ist gewachsen, gleichzeitig steht die Archivgemeinschaft vor großen Herausforderungen.

Im Amt Hohe Elbgeest bis zum Umzug kein persönlicher Ansprechpartner

Die Archivarin ist vor Ort wie folgt anzutreffen: Montags von 14 bis 17 Uhr in Lauenburg; dienstags von 10 bis 12 Uhr in Wentorf; mittwochs von 10 bis 12 Uhr in Schwarzenbek. Im Amt Hohe Elbgeest werden bis zum Umzug die Anfragen schriftlich bearbeitet. Kontakt: anke.muehrenberg@schwarzenbek.de.

Das ist der Tenor des Jahresberichts der Archivarin Dr. Anke Mührenberg, den sie jetzt Vertretern der Archivgemeinschaft Schwarzenbek anlässlich der Jahreskonferenz der Archivgemeinschaft in Schwarzenbek vorlegte. In der Archivgemeinschaft sind die Städte Schwarzenbek und Lauenburg sowie die Gemeinde Wentorf/Hmb. und das Amt Hohe Elbgeest zusammengeschlossen.

„Hinsichtlich der gestiegenen Nachfrage war es ein erfolgreiches Jahr“, resümierte die Archivarin und belegte ihre Wertung mit Zahlen: 557 Anfragen aus dem In- und Ausland sowie 269 Benutzerinnen und Benutzer habe die Archivgemeinschaft in 2016 zu verzeichnen gehabt. Das waren rund 70 Anfragen mehr als im Jahr zuvor. „Diese stark gestiegene Nachfrage zeigt das wachsende Interesse der Menschen an der Geschichte ihrer Heimat“, so Dr. Mührenberg, „aber auch von Menschen aus ganz Deutschland am südlichen Kreis Herzogtum Lauenburg.“

Mittlerweile seien 19329 Archivalien in den Räumen der Archivgemeinschaft erfasst, aber zahlreiches unverzeichnetes Material warte noch auf die Bearbeitung. „Und die Bestände wachsen immer weiter“, ergänzte die Archivleiterin. Denn weitere Nachlässe seien hinzu gekommen, etwa von der Liedertafel, dem ältesten Verein Schwarzenbeks, und vom Musikzug des TSV, der sich aufgelöst hat.

Weitere Unterlagen seien aus Privatbesitz ins Archiv eingebracht worden, und dazu kämen nun auch regelmäßig die Pflichtaufgaben aus den jeweiligen Verwaltungen.

Die interne Arbeit mit dem Bestand sei aber auch nicht zu unterschätzen, erklärte die Archivarin den Vertretern der Städte und Gemeinden. So habe man in 2016 allein 4200 Akten zur Gewährleistung der Langzeitarchivierung umverpacken müssen. 1245 Fotos wurden allein in Schwarzenbek digitalisiert, in Lauenburg 2258 Fotos. Überhaupt ist die Digitalisierung ein großes Thema für die kommenden Jahre.

Im Gegensatz zur allgemein verbreiteten Ansicht sei die Digitalisierung sehr teuer und technisch aufwendig, da für Archivarbeit große und deshalb sehr teure Speicherkapazitäten notwendig seien. Dr.

Mührenberg: „Es ist tatsächlich so, dass die Anmietung von Räumen günstiger wäre als die Schaffung von digitalen Speicherkapazitäten.“ Noch nicht gelöst sind die wachsenden Raumprobleme für die Archivgemeinschaft, vor allem in der Stadt Schwarzenbek. Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig räumte ein, dass es „bei uns schon deutlich kleiner und enger zugeht als in Lauenburg“. Dennoch sei die Stadt bemüht, allen Wünschen der Archivare gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang hoffe man auf den Umzug der Verwaltung in Dassendorf mit künftig mehr Platz.

wr

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