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Lauenburg Auch KSK von Verkauf der HSH betroffen
Lokales Lauenburg Auch KSK von Verkauf der HSH betroffen
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20:10 27.10.2017
Ratzeburg

Mit 7,5 Prozent ist die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg am Sparkassen- und Giroverband (SGVSH) Schleswig-Holstein beteiligt. Der wiederum mit 5,85 Prozent an der HSH. Für die Altlasten aus Zeiten der Gewährsträgerhaftung bis 2005 steht der Verband sogar mit einer Beteiligung von 18 Prozent in der Verantwortung. Von einem Betrag im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich aus dieser Zeit ist die Rede. Ein maximale Haftung, die aber nur greifen würde, wenn kein Käufer gefunden würde.

Kreissparkassen-Verwaltungsratschef Dr. Christoph Mager geht davon aus, dass die KSK dieses, auch als erste Welle bezeichnet, aufgrund entsprechender Fonds und Rücklagen „auch packen“ würde. Er sehe darin kein „bestandsgefährdendes Problem“. „Die Frage ist jedoch, ob andere Sparkassen das auch überstehen“, schränkt Mager ein. Sollte dies nicht der Fall sein, müsste die Kreissparkasse möglicherweise erneut einspringen. Von einer „zweiten Welle“ der Belastung ist die Rede.

Dennoch vermute er, dass die Kreissparkasse „auch das hinbekommen“ würde, zumal die betroffenen Anleihen nicht sofort ausliefen, sondern Stück für Stück bis Anfang der 2040er Jahre. Letztlich habe die Kreissparkasse in den vergangenen Jahr auch kaum Geld an den Kreis ausgeschüttet, sondern die Eigenkapitalquote gestärkt. Neben der Sicherheitsrücklage, die sich in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt hat, hat die Kreissparkasse seit 2005 auch einen „Fonds für allgemeine Bankenrisiken“ aufgebaut, immerhin mehr als 117 Millionen Euro umfassend.

„Wir wie auch der Verband haben unsere Beteiligungen schon vor Jahren wertberichtigt“, sagt Kreisparkassen Vorstandsvorsitzender Burkhardt. „Was die materiellen Dinge angeht, sind wir da raus.“

Außerdem würde sich bei einem Verkauf zunächst nur der Eigentümer der HSH ändern. „Wir gucken darauf erstmal ganz gelassen und schauen, was passiert“, sagt Burkhardt. Insgesamt habe er die Hoffnung, dass die HSH einen Investor finde, der die Bank nach vorne bringe.

hm

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