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Lauenburg Auch Kritik am neuen Verkehrswegeplan
Lokales Lauenburg Auch Kritik am neuen Verkehrswegeplan
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22:10 17.03.2016
Ratzeburg

Mehr als 1,1 Milliarden Euro sollen in den kommenden 15 Jahren in Verkehrsprojekte im Kreis fließen. Pläne, an denen es allerdings auch Kritik gibt:

„Norbert Brackmann und Nina Scheer sollten sich über ihren bundesweiten Kreisrekord an Umgehungsstraßen nicht zu früh freuen — die stehen nur auf dem Papier und das seit Jahrzehnten“, sagt der Möllner Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz (Grüne). Statt nach dem Sinn zu fragen, werde erstmal „für die Region“ gefordert. „Dabei entlasten Umgehungen oft nicht einmal die Orte, sondern ziehen nur noch mehr Verkehr an. Derweil verrottet unsere bestehende Infrastruktur“, warnt von Notz. Diese Ankündigungspolitik sei haushälterisch, verkehrs- und klimapolitisch ein Armutszeugnis. „Als Grüne werden wir alle Projekte nach klaren Prioritäten wie Gesamtnutzen und Nachhaltigkeit prüfen“, kündigt von Notz an.

In die gleiche Kerbe schlägt Kreistagsmitglied Oliver Brandt (Grüne). „Der erneute A21-Ausbau bis Schwarzenbek macht volkswirtschaftlich keinen Sinn — nur wenige Jahre nach dem dreispurigen Ausbau wird viel Geld in eine gerade erst realisierte Strecke verpulvert“, so Brandt. Burkhard Peters (Grünen-MdL) fordert, die Befürworter sollten ehrlich sagen, dass auf Jahre hinaus sich noch viel mehr Autos von der A21 durch Schwarzenbek sowie durch Hohenhorn und Geesthacht führen, weil der A21-Weiterbau über Schwarzenbek hinaus nicht im Vordringlichen Bedarf plus stehe und damit nicht bis 2030 realisiert werde.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Eichstädt hingegen spricht von „insgesamt einem Tag, der zu der Hoffnung Anlass gibt, dass all diese Projekte mit der heutigen Entscheidung einen großen Schub erhalten haben“. Ganz besonders freue ihn, dass die Umgehung Ratzeburg im Vordringlichen Bedarf sei. Damit bestehe die Hoffnung, dass die belastende Verkehrssituation im Ort bald Vergangenheit sein könne.

LN

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