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Lauenburg Auch Lauenburg erhebt nun Gebühren für die Sportstätten
Lokales Lauenburg Auch Lauenburg erhebt nun Gebühren für die Sportstätten
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18:14 02.06.2017

Um den Forderungen des Landes, mit dem die Stadt Lauenburg vor fünf Jahren einen Konsolidierungsvertrag geschlossen hatte, nachzukommen, werden in der Stadt bald Gebühren für die Nutzung von Sportstätten und anderen öffentlichen Räumen fällig. Das haben die Stadtvertreter von SPD, CDU und Grünen während ihrer Sitzung am Mittwochabend mehrheitlich beschlossen. Ortsansässige Nutzer müssen je angefangener Stunde fünf Euro zahlen, für alle anderen Nutzer werden bei Sportstätten 50 und bei anderen Räumen 25 Euro pro Stunde fällig. Die Stadt kalkuliert mit Einnahmen in Höhe von etwa 34000 Euro jährlich.

Gebühr unvermeidbar: Thomas Burmester. Quelle: Foto: Tja

„Diese Forderung des Landes bestand seit 2002, wir mussten eine Gebührenordnung auf den Weg bringen“, erklärte Thomas Burmester, der Kämmerer der Stadt. Nur mit geeigneten Maßnahmen zur Verbesserung der eigenen Einnahmesituation kommt die Stadt in den Genuss von Landeszuschüssen, um den Haushalt ausgleichen zu können. „Wir sollten aber dabei nicht die Parkraumbewirtschaftung außer Acht lassen“, mahnte Jens Meyer (SPD), um nicht nur die Sportler zu belasten. Er forderte, das Projekt noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen. „Die Notwendigkeit besteht“, machte Burmester deutlich.

Die Stadt hatte mit den betroffenen Vereinen und Organisationen bereits vor Jahren ein erstes Gespräch geführt und die Vertreter im März noch einmal eingeladen. Der zuständige Fachausschuss hatte das Thema vor zwei Wochen für die Stadtvertretersitzung vorbereitet. „Wir kommen ja nicht drum herum. Schließlich haben Kommunen, die in den Topf der Konsolidierungshilfe einzahlen müssen, die Hallennutzungsgebühren eingeführt. Es ist aber gut, dass wir unsere örtlichen Vereine deutlich weniger belasten als auswärtige Nutzer“, hatte damals Ausschussvorsitzender Uwe Frensel (SPD) erklärt.

Mit der Gebühr einher geht auch eine Nutzungsordnung für die Sportstätten. Darin heißt es unter anderem: „Die Nutzer sind verpflichtet, auf einen sparsamen Energieverbrauch zu achten.“ Aber auch um Sauberkeit geht es, außerdem darf die Halle nur mit einem Verantwortlichen als Aufsichtsperson gemeinsam betreten werden. Selbstverständlich gibt es ein Alkohol- und Rauchverbot auf dem Schulgelände.

Weiteres Thema während der Stadtvertretersitzung war eine Verbesserung der räumlichen Situation für Lauenburgs Sportler. Im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ stehen drei Millionen Euro bereit. Mit weiteren 1,5 Millionen Euro aus der Stadtkasse ließe sich für insgesamt 4,5

Millionen Euro auf dem Hasenberg eine moderne Dreifeldsporthalle errichten. Die könnte tagsüber für den Schulsport und abends sowie an den Wochenenden für den Vereinssport genutzt werden.

Der Entwurf für den Neubau sieht eine direkte Anbindung an den Hasenberg-Kunstrasenplatz vor. Die alte Schulsporthalle würde die Stadt dann abreißen lassen. Zwar fiel der Beschluss einstimmig, allerdings warnte Katharina Bunzel (Grüne) vor den Folgekosten durch den Neubau. Ihre Befürchtung: Die Nutzungsgebühren müssen möglicherweise bereits in einigen Jahren erhöht werden.

Auch der Bund fördert

Lauenburg profitiert auch noch aus einem anderen Förderprogramm. Das seit 2015 vom Bund aufgelegte Förderprogramm „Demokratie leben!“ beschert der Stadt allein in diesem Jahr 45000 Euro. Der Name bringt auf den Punkt, worum es geht: ein tolerantes Miteinander von Menschen soll unterstützt werden, dabei geht es unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion oder Nationalität zu. Seit 2007 sind über Vorgängerprojekte des Bundes bereits etwa eine Millionen Euro nach Lauenburg geflossen. Die Lauenburger Tanzformation „G-Breaker“ wurde 2007 aus dem Fonds finanziell angeschoben.

Timo Jann

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