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Lauenburg Auch im Advent bleibt das Nadelöhr im Osten Ratzeburgs
Lokales Lauenburg Auch im Advent bleibt das Nadelöhr im Osten Ratzeburgs
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20:28 06.11.2013
Mittels Asphaltfertiger werden in das 350 Meter lange Teilstück zwischen Langenbrücker Straße und Königsdamm zwei Schichten Asphalt eingebaut.

Die Firma Eurovia hat die Südseite der Langenbrücker Straße/Königsdamm (B 208) am neuen Brückenbauwerk „Südlichen Sammelstraße“ in Ratzeburg asphaltiert.

Das Brückenteil selbst wurde per Handarbeit mit 17 Tonnen Gussasphalt separat überzogen. Die Bauarbeiter ackern. Doch die Kaufleute sind enttäuscht. Sie hatten damit gerechnet, dass „das Tor zur Vorstadt“ im Osten bereits zum Weihnachtsgeschäft wieder zweispurig befahrbar ist. Doch das verneinte die Verwaltung nun endgültig. Für die Unternehmer, die schon seit langem Umsatzeinbußen verzeichnen, ist das Maß nun voll: Die Mitglieder des Wirtschaftsförderungsvereins Inselstadt Ratzeburg (W.I.R.) fordern Politik und Verwaltung auf, zusätzliche Parkplätze auf dem Markt zu schaffen.

„Dass die Zweispurigkeit im Advent nicht kommt, hat uns geschockt. Wir haben auf ein Weihnachtsgeschäft mit besserer Erreichbarkeit gehofft“, sagt der Vorsitzende des W.I.R., Sami El Basiouni.

Dass die Parkgebühren im Moment auf der Insel erstattet werden, reicht den Unternehmern nicht. „Die Geschäftsleute waren bisher geduldig. Aber nun muss ein Zeichen von Verwaltung und Politik kommen“, so El Basiouni. Er fordert weitere Parkflächen auf dem Markt.

„Ich bedauere die Situation und habe Verständnis für die Geschäftsleute. Doch die Verwaltung hat bei der Pressekonferenz im Fährhaus nicht versprochen, dass die Langenbrücker Straße im Dezember wieder zweispurig befahrbar ist“, erklärt Bürgermeister Rainer Voß. Die Absicherung an Wohngebäuden habe die Arbeiten zurückgeworfen. Möglich sei aus Sicht der Verwaltung nur das Parken auf der Ostseite. Voß: „Alles andere müssen die Kommunalpolitiker entscheiden.“

Auf einem 350 Meter langen Teilstück der Baustelle wurde aktuell mittels Asphaltfertiger eine 14 Zentimeter dicke Tragschicht eingebaut. „Im Anschluss wurde diese Schicht nochmals in einem zweiten Arbeitsgang mit einem zehn Zentimeter dicken Asphaltbinder überzogen“, erklärte Guido Klossek vom Bauamt.

Wenn im kommenden Jahr alle Arbeiten abgeschlossen sind, wird die gesamte Trasse mit der letzten Deckschicht überzogen. Um beim Verdichten des Asphalts möglichst wenig Erschütterung auf angrenzenden Häuser zu übertragen, wurde eine oszillierende Walze eingesetzt. Die umliegenden Häuser wurden mit Erschütterungsmessgeräten ausgestattet, mit denen Beschädigungen erkennbar werden.

Am Montagvormittag, 11. November, wird der Verkehr über die nun asphaltierte Südseite geführt, damit „Am Wall“ sowie auf der Nordseite Regenwasserkanäle erneuert werden können.

Die Straße „Am Wall“ wird dazu ab morgigen Freitag für etwa drei Wochen gesperrt. Die dortigen Parkplätze sind dann für Anwohner und Lieferanten nicht erreichbar. Die Stadt bietet Parkplatzinhabern an, ihr Auto in dieser Zeit kostenfrei „Unter den Linden“ und auf der „Schloßwiese“ abzustellen. Dauerparkscheine werden vergeben.

„Das tut den Firmen weh“
„Vor Baustellenbeginn hieß es, zum Weihnachtsgeschäft dieses Jahres werde man fertig sein“, sagt Sami El Basiouni. Beim Pressetermin im „Alten Fährhaus“ vor einigen Wochen sei es noch realistisch gewesen, dass eine Zweispurigkeit in der Langenbrücker Straße/ Königsdamm bis dahin möglich ist, so El Basiouni. „Das tut den Geschäftsleuten zum Jahresende sehr weh.“

Was sie in Ratzeburg seit drei Jahren durch die Baustelle an Einbußen hinnehmen müssten, sei enorm. „Wir haben es hier mit einer außergewöhnlichen Situation zu tun. Dann sollten auch außergewöhnliche Regelungen möglich sein“, sagte El Basiouni. Er fordert Stadt und Politik auf, auf der Nord- und Südseite des Marktes die Steinwürfel um zwei Meter nach innen zu verschieben, um für die Dauer der Baustelle 14 zusätzliche Parkplätze zu schaffen.

Dem Bauausschuss der Stadt (Montag, 18.30 Uhr) liegt dieser Antrag vor.

F. Grombein und C. Nimtz

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